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Talk der Wirtschaftsvereinigung Gifhorn: Es ging um Energie, A 39 und Wohnungsbau

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Von: Paul Gerlach

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Talk-Runde der Wirtschaftsvereinigung Gifhorn (WVGF) über Energie, A 39, Wohnungsbau.
Um die Zukunft der Wirtschaft in Stadt und Landkreis ging es bei der Talk-Runde der Wirtschaftsvereinigung Gifhorn (WVGF) – mit deren Vorstandsvorsitzendem Thomas Fast (v. l.), Landrat Tobias Heilmann, Gifhorns Bürgermeister Matthias Nerlich und Moderator Bastian-Till Nowak. Das Format wurde parallel auch online übertragen. © Privat

Landkreis Gifhorn – Um nichts weniger als die Zukunft der Wirtschaft in Stadt und Landkreis ging es am Montagabend beim ersten Wirtschafts-Talk der Wirtschaftsvereinigung Gifhorn WVGF. Die Premiere des Formats blieb nicht allein den Besuchern in der Gifhorner Volksbank-BraWo-Hauptstelle vorbehalten, sondern wurde hybrid angeboten.

So konnten Interessierte auch online dem Austausch in entspannter Atmosphäre folgen. Dabei wurden verschiedene Themenbereiche wie Energieversorgung, Wohnungsbau, Glasfaser-Ausbau, Attraktivitätssteigerung des Lebensraumes oder auch Verkehr, (E-) Mobilität und Co-Working-Spaces behandelt. Auch die Alleinstellungsmerkmale des Landkreises aus Sicht von Arbeitnehmern nahmen einen breiten Raum in der Diskussion ein. Das mit Landrat Tobias Heilmann, Gifhorns Bürgermeister Matthias Nerlich und dem WVGF-Vorstandsvorsitzenden Thomas Fast hochkarätig besetzte Podium stellte sich dabei den Fragen von Moderator Bastian-Till Nowak und den anwesenden Mitgliedern der Wirtschaftsvereinigung.

Zwei Stunden lang ging es demnach um die wirtschaftlichen Themen, welche die Region bewegen – so soll es auch bei den bereits geplanten Wiederholungen des unterhaltsamen Formates sein.

Angesichts eines möglichen Gas-Embargos gegen Russland wurde über eine breitere Streuung bei der Energieversorgung gesprochen. Landrat Heilmann wies auf die großen Gasvorkommen in Niedersachsen hin. Neben der Agri-Photovoltaik, bei der Solarmodule bodennah aufgeständert und das Feld darunter weiter bewirtschaftet werden kann, wurde auch über das Ausweisen von zusätzlichen Flächen für Windparkgebiete beraten. Es werde auch dazu kommen, dass mal Windräder im Wald stehen, ist aus Nerlichs Sicht klar.

Mit Blick auf den Weiterbau der A 39 betonte Heilmann: „Wenn die Autobahn da ist, bieten sich so viele Möglichkeiten für Industrie- und Gewerbeansiedlungen – gerade im Wittinger Bereich.“ Der Hafen dort werde ausgebaut, um ihn als Umschlagplatz und Logistikknoten – für Straße, Schiene und Schifffahrt – einzurichten.

Beim Thema geförderter Wohnungsbau konnte Nerlich von Investoreninteresse berichten. Heilmann ergänzte, dass die Idee der Gründung einer kreiseigenen Wohnungsbaugesellschaft die Verwaltung umtreibe.

Thomas Fast verfolgt außerdem seine Vision eines zentralen „Hauses der Wirtschaft“.

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