75 Prozent der Erzieher sind für Neue Medien / Ansichten im Landkreis variieren

Tablets im Kindergarten

75 Prozent der befragten Erzieher befürworten den Einsatz von digitalen Medien in den Kitas.
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75 Prozent der befragten Erzieher befürworten den Einsatz von digitalen Medien in den Kitas.

dpa/acb Landkreis Gifhorn/Teichgut. Tablet, Laptops und Co. : Gut 75 Prozent der Erzieher in Deutschland sind einer Umfrage zufolge der Ansicht, dass Kinder bereits in der Kita eine Möglichkeit haben sollten, den verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Geräten zu erlernen.

In den DRK-Kitas im Landkreis Gifhorn findet der Umgang mit digitalen Geräten bereits seit 15 Jahren statt, wie Karin Single, Fachbereichsleiterin für Kinder, Jugend und Familie beim DRK-Kreisverband Gifhorn, erzählt: „Der Umgang mit den Neuen Medien wird in Projekten geübt.“ Die Kinder sollen so zum Beispiel lernen, wo sie sichere Informationen im Internet finden. Es solle dabei „aber keine Abhängigkeit entstehen“, betont Single. „Die Freunde und Familie sollen nach wie vor im Vordergrund stehen.“ Die Medien seien lediglich dazu da, Kompetenzen zu erwerben, die bereits in der Grundschule gefordert werden. Dabei sei es aber wichtig, dass sich die Kinder durch ihr eigenes Tun ihrer selbst bewusst werden. Statt mit dem Laptop einen Film zu gucken, sollen die Kinder zum Beispiel mit den Neuen Medien einen eigenen Film drehen.

Eine andere Haltung vertritt Kirsten Richter, Mitbegründerin des Bauernhofkindergartens in Teichgut: „Computer und Tablets können die Kinder mit ihren Eltern gerne zu Hause benutzen, aber wir arbeiten ohne die Neuen Medien. Es gibt super viele andere Möglichkeiten in dem Alter, um sich sinnvoll zu beschäftigen.“ So konzentriere sich der Kindergarten auf das Leben und den Umgang mit Tieren sowie auf die Bewegung auf dem Außengelände. Deswegen habe die Kita nur einen Kassettenrekorder, an dem die Kinder CDs hören können. Gedanken, die Neuen Medien in Zukunft mit einzubeziehen, haben sich die Erzieherinnen noch nicht gemacht, da auch die Eltern bis jetzt keine Anmerkungen zu Veränderung in dieser Hinsicht gemacht hätten, erklärt Richter.

Auch in Altenheimen wird zunehmend mit digitalen Medien gearbeitet.

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