Tier beim Landen auf Mast verstorben / Geschwulst an Bein bei weiterem Storch

Stromschlag tötet Jungstorch

Ein Storch wie dieser ist beim Landen auf einem Abspannmast durch einen Stromschlag tödlich verletzt worden. Foto: Archiv
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Ein Storch wie dieser ist beim Landen auf einem Abspannmast durch einen Stromschlag tödlich verletzt worden. Foto: Archiv

Landkreis Gifhorn. Viele Jungstörche im Landkreis Gifhorn sind nun abgezogen, zwei jedoch nicht. Am vergangenen Freitag starb einer der beiden Jungstörche aus Kästorf durch einen Stromschlag beim Landen auf einem Abspannmast am östlichen Ortsrand von Neudorf-Platendorf.

Die LSW ist laut Behrmann zwecks Entschärfung der Gefahrenquelle informiert. „Das ist die Haupttodesursache für Störche. “ So sei auch schon bei Leiferde in diesem Jahr ein Storch durch einen Stromschlag getötet worden. Störche landeten öfter auf Strommasten. Von daher sei es wichtig, die Masten zu sichern, um solche Unglücksfälle zu verhindern. Im Kreis Gifhorn seien bereits viele Masten gesichert, lobt Behrmann. Allerdings noch nicht alle.

Aus der großen Storchengruppe bei Weyhausen blieb ebenfalls einer zurück. „Seit nunmehr vier Tagen steht er im Wasser auf den Wiesen, meist regungslos“, berichtet Weißstorchbetreuer Hans-Jürgen Behrmann. „Ein Blick durchs Spektiv zeigte mir: Es ist einer der beiden Jungstörche aus Rötgesbüttel.“ An seinem linken Knie befinde sich eine große Geschwulst. Ein Versuch, ihn mit örtlicher Hilfe von Helfer Otto Troppmann zu bergen, sei erfolglos geblieben. Bei der Annäherung sei der Storch sofort aufgeflogen und erst mehrere hundert Meter entfernt gelandet. Beim Flug haben das linke Bein nach unten gehangen.

„Solange der Storch noch kräftig ist und fliegen kann, ist Hilfe nicht möglich“, sagt Behrmann. Der Storch sei gut genährt, das sei nicht das Problem. Allerdings könne ihn ein Fuchs holen oder die Infektion sich fortsetzen. „Wir wissen nicht, ob die Hüfte des Storches kaputt ist“, sagt Behrmann. Es könne aber auch sein, dass sich alles verwachse: Störche könnten auch mit schiefem Bein überleben. Dass der junge Storch den Anschluss beim Abflug Richtung Süden verpasst, ist laut Behrmann nicht zu befürchten: „Die letzten fliegen erst im September los.“ Behrmann will die Situation des Storches weiter beobachten, mehr sei im Moment nicht möglich, da man sich dem Tier nicht nähern könne.

In der vergangen Woche versammelte sich in den überschwemmten Wiesen westlich von Weyhausen eine immer größer werdende Schar von Weißstörchen. Schließlich waren es 32 an der Zahl. Die meisten von ihnen, an ihren Ringen erkennbar, sind die diesjährigen Jungstörche aus der Region.

Am Wochenende zog dann die ganze Gruppe ab – laut Weißstorchbetreuer Behrmann gilt dies auch für den Bereich Okeraue/Rieselfelder/Alba-Deponie.

Von Paul Gerlach

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