Amtsgericht verhängt sechs Monate Freiheitsentzug auf Bewährung für Gifhorner Trio

Strafbefehle nach Dobermann-Tod

+
Das Amtsgericht Gifhorn hat gegen drei mutmaßliche Tierquäler, die im Juni eine Dobermann-Hündin im Gifhorner Maikampsee ertränkt haben sollen (das IK berichtete), jetzt Strafbefehle erlassen.

bs Gifhorn. Das Amtsgericht Gifhorn hat gegen drei mutmaßliche Tierquäler, die im Juni eine Dobermann-Hündin im Gifhorner Maikampsee ertränkt haben sollen (das IK berichtete), jetzt Strafbefehle erlassen.

Wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz wurde jeweils eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten verhängt. Die Bewährungszeit beträgt drei Jahre.

Zudem wurde den drei Angeklagten, die zur Tatzeit in Gifhorn wohnten, für mehrere Jahre verboten, Tiere jeder Art zu halten. Neben der üblichen Meldeauflage wurde im Bewährungsbeschluss auch gemeinnützige Arbeit nach Weisung des Gerichts von jeweils 100 Stunden angeordnet. Die Strafbefehle wurden an alle drei Verteidiger zugestellt. Allerdings ist die Einspruchsfrist von zwei Wochen noch nicht abgelaufen. Die Strafbefehle sind damit noch nicht rechtskräftig.

Die Staatsanwaltschaft wirft den drei Angeklagten vor, die Dobermann-Hündin namens „Sheila“ ohne vernünftigen Grund getötet und ihr vorher erhebliche und länger anhaltende Schmerzen zugefügt zu haben. Aufgrund eines gemeinsamen Tatplans habe das Trio die Schnauze des Tieres mit Panzerband verklebt und die Beine zusammengebunden. Die Luftzufuhr sei dadurch erheblich erschwert und das Tier wehrlos gemacht worden. In diesem Zustand habe nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft jeder der Angeklagten zumindest einmal auf den Hund eingetreten.

Das Martyrium des Tieres habe, so die Erkenntnisse der Staatsanwaltschaft, etwa eine Viertelstunde gedauert. Danach sei „Sheila“ in den Gifhorner Maikampsee geworfen worden, wo sie starb. In ihren Stellungnahmen hatten die drei Angeklagten die Tat eingeräumt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare