Dr. Ebel siegt im ersten Durchgang / Taebel, Peckmann und Weber siegen in den Samtgemeinden

CDU stellt den neuen Landrat

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Jubel im Kreis (v.l. im Uhrzeigersinn): Dr. Andreas Ebel ist neuer Landrat. Manuela Peckmann zieht im November als Chefin ins Bromer Rathaus ein. Künftiger Samtgemeindebürgermeister von Wesendorf ist René Weber. Rathaus-Chef Andreas Taebel (l.) holte in der Samtgemeinde Hankensbüttel fast 70 Prozent.

Landkreis Gifhorn. Die SPD spürt Aufwind durch die Europawahl – doch bei den lokalen Wahlen im Landkreis Gifhorn hat die CDU gestern fast flächendeckend Erfolge eingefahren.

So stellt die Union den neuen Landrat, der überraschend schon nach dem ersten Wahlgang feststeht: Der Steinhorster Dr. Andreas Ebel hat die Wahl nach dem vorläufigen Ergebnis mit 51,3 Prozent gewonnen. Der SPD-Kandidat Gerald Witt kam auf 33,1 Prozent, Thomas Muth (Grüne) erreichte 15,6 Prozent. Die von vielen Beobachtern erwartete Stichwahl am 15. Juni bleibt damit aus.

Das gilt auch in der Samtgemeinde Brome, wo die Christdemokratin Manuela Peckmann den parteilosen Samtgemeindebürgermeister Jürgen Bammel ablösen wird. Peckmann holte im Dreikampf um das Bromer Rathaus 52,3 Prozent, Jens Winter (27,4 Prozent) und der Einzelbewerber Alexander Heymann (20,3 Prozent) landeten auf den Plätzen.

In Hankensbüttel schaffte der Amtsinhaber Andreas Taebel (CDU) den deutlichsten Erfolg bei den Samtgemeindebürgermeisterwahlen im Nordkreis. Mit 69,8 Prozent verbesserte der Hankensbütteler sein Ergebnis von 2006 noch. Gegenkandidat Ulrich Minkner, der von der Gruppe Pro Samtgemeinde Hankensbüttel unterstützt wurde, kam auf 30,2 Prozent.

Auf Messers Schneide stand dagegen der Ausgang der Bürgermeisterwahl in der Samtgemeinde Wesendorf. Am Ende holte CDU-Kandidat René Weber 2773 Stimmen, während der SPD-Bewerber Holger Schulz 2693 Stimmen auf sich vereinen konnte. Am Ende fehlten dem Sozialdemokraten also 80 Stimmen. Weber siegte denkbar knapp mit 50,73 Prozent.

Auch außerhalb des Nordkreises gab es zwei Bürgermeisterwahlen im Landkreis: Hans-Friedrich Metzlaff (parteilos) darf an der Spitze des Isenbütteler Rathauses weitermachen, er kam auf 69,9 Prozent. Die Gemeinde Sassenburg setzt ebenfalls auf Kontinuität, dort hat Volker Arms mit 64 Prozent den einzigen Sieg des Abends für die SPD eingefahren.

Bei der Europawahl konnte die SPD ihr bundesweites Ergebnis gegenüber 2009 nach Hochrechnungen vom Abend um mehr als 6 Prozent verbessern und kommt auf rund 27 Prozent. Stärkste Kraft bleibt aber die CDU mit rund 35 Prozent trotz eines Verlustes von 1,7 Prozent.

Europaweit ist die konservative Europäische Volkspartei (EVP) mit ihrem Spitzenkandidaten Jean-Claude Juncker stärkste Kraft. Sie errang einer Prognose zufolge 28,1 Prozent der Stimmen. Vor fünf Jahren waren es noch 35,77 Prozent gewesen. Die Sozialdemokratische Partei Europas (SPE) mit ihrem Spitzenkandidaten Martin Schulz liegt mit 25,7 Prozent auf Platz zwei. Rechtsorientierte und populistische Parteien kamen auf insgesamt rund 18 Prozent. Im Landkreis Gifhorn liegt die CDU bei der Europawahl mit 41,8 Prozent vorn, dahinter die SPD mit 32,7 Prozent. Seiten 2-5 / Politik

Von Holger Boden

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