Ehrenamtliche Helfer unterstützen bei Behördengängen, Arztbesuchen und im Alltag

Steinhorst: „Flüchtlinge sind voll eingebunden“

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Diese Flüchtlinge, die das Steinhorster Flüchtlingscafé besuchen, kommen zum großen Teil aus dem Irak. Aus den Reihen des Helferteams kommt großes Lob für die Steinhorster Vereine, die vorbildlich bei der Integration helfen.

Steinhorst. "Wir möchten, dass es euch geht, wir wollen euch helfen und wir möchten euch besser kennenlernen": Im Flüchtlingscafé im Steinhorster Haus der Gemeinde werden die Menschen herzlich willkommen geheißen und ihnen schlägt eine Welle der Hilfsbereitschaft entgegen.

Die zwölf Flüchtlinge, die am vergangenen Mittwoch dabei sind, kommen zu einem großen Teil aus dem Irak, etwa aus Mossul. Ein 14-jähriger irakischer Junge besucht die IGS Wittingen und spielt dort gerne „Fußball-Käfig“ (das IK berichtete).

Eine ungezwungene Atmosphäre macht die Treffen aus. Das ehrenamtliche Team sucht auch noch Verstärkung: Jeder Helfer ist willkommen. Es geht vor allem um Unterstützung im Alltag, ob bei Behördengängen oder bei Arztbesuchen.

Es gibt Bürger aus dem sieben- bis neunköpfigen Team des Flüchtlingscafés, die sich besonders um das Handwerkliche kümmern. Einer hat ein gutes Händchen für Fahrräder, die er für die Flüchtlinge repariert. Sie können ihm dabei auch gerne helfen.

Das unterstützt die Integration der Flüchtlinge genauso wie der Sport. Aus den Reihen des Helferteams kommt großes Lob für die Steinhorster Vereine, wie die Feuerwehr oder den SV Steinhorst: „Die Flüchtlinge sind dort voll eingebunden.“

Wer noch einen Rasenmäher, Staubsauger, Bobby-Cars oder einen Kühlschrank spenden kann, wendet sich an Gisela Labion im Gemeindebüro unter (05148) 275. Sie vermittelt die Spenden dann weiter. Das gilt auch für Interessierte, die bei Arztfahrten mit ihrem Wagen zur Verfügung stehen würden. „Kleinigkeiten reichen schon“, heißt es aus dem Helferkreis. Es werden auch noch Bürger mit pädagogischem Hintergrund, gerne auch ehemalige Lehrer, gesucht, die etwas Deutsch-Unterricht geben können.

Von Paul Gerlach

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