Trinkwasser wird teurer

Steigende Trinkwasserpreise: Wasserverband Gifhorn hebt Gebühren an

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(Symbolbild)

Gifhorn – Auf steigende Trinkwasserpreise müssen sich die Bürger in den Samtgemeinden Hankensbüttel und Wesendorf sowie in der Stadt Wittingen ab dem nächsten Jahr einstellen.

Der Wasserverband Gifhorn hat gestern Abend für sein gesamtes Gebiet eine Erhöhung des Arbeitspreises um 7 Cent pro Kubikmeter auf jetzt 89 Cent beschlossen. Das ist ein Plus von nicht ganz 6 Prozent. Auf einen Durchschnittshaushalt kommen damit nach Angaben des Verbandes Mehrkosten von 12 Euro pro Jahr zu.

 Während die Schmutzwasserpreise für Wittingen und Hankensbüttel unangetastet bleiben, kommen auf die Wesendorfer Haushalte auch höhere Kosten für die Entsorgung zu: Die Abwassergebühr steigt um 10 Cent auf 95 Cent pro Kubikmeter (+6,3 Prozent), was eine Mehrbelastung von 15 Euro jährlich bedeutet. Die neue Entgelt-Tabelle gilt für 2020 bis 2022. Auch in Südkreis-Gemeinden gab es Bewegung in den Preisen, vereinzelt auch in Form von Gebührensenkungen.

Im Nordkreis plant der Wasserverband in den nächsten drei Jahren umfangreiche Investitionen. Im Wittinger Stadtgebiet sollen sie einen Umfang von 11 Millionen Euro haben, mit 7,8 Millionen entfällt der Löwenanteil auf Druckleitungen für Klärteichanschlüsse (das IK berichtete). Für 2,5 Millionen Euro soll die Kanalisation mehrerer Straßen erneuert werden (u.a. B 244 in Wittingen und Ohrdorf, Carl-Peters-Straße, Am Stadion, Breiter Weg). In der Samtgemeinde Hankensbüttel ist ein Invest von 10 Millionen Euro geplant, davon fließen 6,9 Millionen in den Ausbau der Kläranlage Hankensbüttel. Der Anschluss des Oerreler Klärteiches soll 1,4 Millionen Euro kosten. In der Samtgemeinde Wesendorf kommen insgesamt 5,3 Millionen Euro für den Aus- und Umbau des Kanalnetzes und der Kläranlage Wesendorf zum Einsatz, für 2,2 Millionen werden die Klärteiche Ummern und Wagenhoff dort angeschlossen.

Andreas Schmidt, Verbandsvorsteher

Zudem wappnet sich der Verband mit einer Investition von 25 Millionen Euro in den nächsten Jahren für neue Trockenperioden – unter anderem mit Transportleitungen, die Trinkwasser aus dem Nordkreis in den Südkreis führen können. „Es wird nach diesen Investitionen auch künftig keinen Engpass geben“, sagte Geschäftsführer Andreas Schmidt. Verbandsvorsteher Heinrich Wrede hatte solche Maßnahmen 2018 angekündigt.

Neu im Verbandsvorstand ist seit gestern Wittingens neuer Bürgermeister Andreas Ritter, der auch hier auf seinen Amtsvorgänger Karl Ridder nachfolgt. Wrede würdigte Ridders langjährige engagierte Mitarbeit und verabschiedete ihn mit dem obligatorischen „goldenen Wasserzähler“.

VON HOLGER BODEN

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