Neue Anträge können zurzeit nicht bearbeitet werden / Kreisverwaltung prüft

Stau bei Lernförderung

Bei der Lernförderung, die aus Mitteln des Bildungspaketes bezahlt wird, stauen sich die Anträge.
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Bei der Lernförderung, die aus Mitteln des Bildungspaketes bezahlt wird, stauen sich die Anträge.

Landkreis Gifhorn. Verwaltungsinterne Zwänge bremsen die Bearbeitung von weiteren Anträgen für die Lernförderung von versetzungsgefährdeten Schülern aus sozial schwachen Familien aus.

Die Koordination für diese Leistung auf Grund des so genannten Bildungspakets liegt seit der Einführung 2011 bei der kreiseigenen gemeinnützigen Bildungs- und Kultur GmbH. Eines sei klar: Für rund 300 Kinder aus dem Landkreis, die bereits die Lernförderung in Anspruch nähmen, ändere sich erst mal nichts, sagt Irene Siemann, Geschäftsfüherin der GmbH.

42 000 Euro hat der Kreistag in seiner letzten Sitzung des vergangenen Jahres für 2014 zur Verfügung gestellt. „Die Mittelzuweisung durch den Bund endete 2013. Wir wissen, dass eine weitere Förderung wichtig ist und zahlen die Koordination jetzt aus eigenen Mitteln“, sagt der zuständige Kreisrat Rolf Amelsberg. Nur: Mit dem Geld könne noch nicht gearbeitet werden. In der kommenden Woche werde eine Entscheidung erwartet, wie die Lernförderung dieser Kinder im Kreis künftig aussehen solle.

Bei der Bildungs- und Kultur GmbH wurde die Arbeit der Koordination bisher von einer Kraft durchgeführt. „Sie hat beispielsweise nach Hinweisen der Schule die Eltern kontaktiert, deren Kinder für eine vom Staat bezahlte Lernförderung in Frage kommen“, sagt Siemann. Die Koordination sei eine arbeitsaufwändige Geschichte, weil für jedes Kind eine indivudelle Förderlösung geschnitten werden müsse. Das fange bereits mit Erreichbarkeit des Angebots an, so die Geschäftsführerin. Deshalb sei die Zusammenarbeit mit den örtlichen Schulen so wichtig.

Da der Kreis nun die Finanzierung selbst übernehme, müsse bis zur Freigabe der Mittel intern geprüft werden, so Amelsberg. Somit habe Siemann bisher noch keinen Auftrag aus dem Kreishaus, die Koordinierung der Lernförderung für versetzungsgefährdete Kinder fortzuführen. Insofern stauten sich Elternanträge für die Förderung ihrer Kinder. „Viele davon sind natürlich nach der Ausgabe der Halbjahreszeugnisse Ende Januar eingetrudelt“, so Siemann.

Die Geschäftsführerin hofft, dass man Ende kommender Woche mit der Abarbeitung beginnen könne und die Förderung der neuen Kinder so schnell wie möglich anlaufen könne.

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