Hankensbütteler Gymnasiasten qualifizieren sich für Landesentscheid

Stark im Debattieren

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Amanda Block und Lena Sophie Bollmohr (v.l.) nahmen als Team am Wettbewerb „Jugend debattiert“ teil. Lena Sophie und Matti vom Gymnasium Hankensbüttel haben sich für den Landesentscheid in Hannover qualifiziert.

Gifhorn. Die erste Hürde ist geschafft. Im Gifhorner Humboldt-Gymnasium wurde nun wieder das Regionalfinale des Wettbewerbs „Jugend debattiert“ ausgetragen. Lena Sophie Bollmohr und Matti Kropp haben das Gymnasium Hankensbüttel vertreten.

Beide haben sich qualifiziert und fahren zum Landesentscheid nach Hannover. Mit dabei sind auch Molly Winiecki (Ratsgymnasium Peine) und Amanda Block (Otto-Hahn-Gymnasium).

Die Hankensbütteler Lehrerin Anna Podewski zeigte sich stolz. Sie betreut bereits seit vier Jahren die Debatten und war auch bei den Vorentscheidungen dabei. „Wir hatten immer einen Teilnehmer beim Landesfinale in Hannover dabei. Die Debatten-Themen sind ansprechend und aktuell. Das ist eine positive Sache für die Schüler“, freut sich Polewski. Lena Sophie Bollmohr und Matti Kropp haben sich bei den Schulentscheidungen durchgesetzt. Lena-Sophie war schon im vergangenen Jahr dabei und sicherte sich die Landesqualifikation.

Wir hatten immer einen Teilnehmer beim Landesfinale

Anna Podewski, Lehrerin

Auch Patrick Binar und Matti Kropp (v.l.) bildeten ein Team beim Debattier-Wettbewerb „Jugend debattiert“.

In der ersten Runde der Sekundarstufe II lautete das Thema „Sollen in stark belasteten Großstädten Dieselfahrverbote erlassen werden?“. Jonas Logsdon vom Humbold Gymnasium Gifhorn begann die Debatte. Er betonte, dass der Abgasskandal mit den Diesel-Pkw in den USA viel angeschoben hätte. Sein Schulkamerad Aziz Coban legte Wert darauf, dass es vielfach um die Gesundheit der Älteren und der Kinder geht. Lena konterte mit der Frage: „Wo soll ich mein Auto hinstellen? Wir wissen doch noch gar nicht, ob der Feinstau nur von den Dieselfahrzeugen kommt“. Mit Amanda Block vom Otto-Hahn-Gymnasium zusammen sprachen sich beide klar gegen Dieselfahrverbote aus. Man sollte statt vier Fahrspuren nur zwei vorhalten und die Geschwindigkeit begrenzen. „Ich bin sehr zufrieden, wir konnten die Argument gut entkräften“, so Lena-Sophie nach der Debatte.

In der zweiten Rund der Sekundarstufe I lautete das Thema „Soll die Videoüberwachung auf Bahnhöfen mit automatischer Gesichtserkennung ausgestattet werden?“ Dafür sprachen: Lukas Werner (SMG) und Solveig Böhme (HG), dagegen Matti Kropp (Hankensbüttel) und Patrik Binar (SMG). Lukas und Solveig möchten das System zur Sicherheit der Bürger ausbauen, um kriminelle besser zu erkennen. Auch Vandalismus und Sexualdelikte könnten so verhindert werden. Matti und Patrik sprachen sich deutlich gegen die Überwachung aus. Man habe ein Recht auf Anonymität, es können so Bewegungsprofile erstellt werden. Bahnhöfe seien nur der erste Schritt, es würden dann Plätze in der Stadt folgen.

Die Erst- und Zweitplatzierten der jeweiligen Altersstufe nehmen an der Landesqualifikation teil, die am 13. März im Niedersächsischen Landtag in Hannover stattfindet. Vorab erhalten sie als „Siegprämie“ ein dreitägiges Rhetoriktraining in Bad Nenndorf. Das Finale wird im Schloss Bellevue in Berlin ausgetragen.

Von Bernd Behrens

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