Landrat Andreas Ebel will Koordinierungsstelle im Kreis Gifhorn einrichten

Stärkung für das Ehrenamt

Landrat Andreas Ebel möchte im Kreis Gifhorn das Ehrenamt stärken und eine Koordinierungsstelle einrichten.
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Landrat Andreas Ebel möchte im Kreis Gifhorn das Ehrenamt stärken und eine Koordinierungsstelle einrichten.
  • VonJens Schopp
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Landkreis Gifhorn. Die Stärkung des Ehrenamtes im Landkreis war eines der zentralen Themen das Wahlkampfes 2014 von Landrat Andreas Ebel (CDU).

Bei der Einrichtung einer Koordinierungsstelle „Ehrenamt“ im Kreishaus (ausgestattet mit einer halben Stelle), ist Ebel in der Kreistagssitzung Anfang Mai von der Mehrheit von SPD, Grünen und Piraten ausgebremst worden. Die legte die Stelle erst einmal auf Eis. Gleichwohl stellte die Kreisverwaltung unlängst im Sozialausschuss Details des geplanten „Netzwerkes Ehrenamt im Kreis Gifhorn“ vor.

Neben der vom Landrat geplanten Koordinierungsstelle im Kreishaus sind zwei Freiwilligenagenturen zentrale Bausteine des Konzepts. Soll die Geschäftsstelle unter anderem für Vernetzung von Nachfragern und Anbietern sowie als Informationsquelle für alle an ehrenamtlichem Engagement interessierten Personen und Vereine dienen, so ist die konkrete Beratung in den Freiwilligenzentren vorgesehen, erläuterte Kreisrat Rolf Amelsberg. Jeweils ein Zentrum soll in Gifhorn und Wittingen angesiedelt werden. „Als Betreiber haben sich das Mehrgenerationenhaus in Gifhorn und das evangelische Bildungswerk in Wittingen angeboten“, so Amelsberg. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter dort sollen konkret interessierte Personen an Vereine und Verbände vermitteln oder auch Schulungen für Ehrenamtliche durchführen, die von der hauptamtlich besetzten Koordinierungsstelle im Gifhorner Schloss konzeptioniert werden.

Eingespannt werden sollen auch die kreisangehörigen Gemeinden und Samtgemeinden, so das Konzept. Über sie soll auch die Sicherstellung einer möglichst flächendeckenden Verteilung des ehrenamtlichen Engagements in den Gemeinden beziehungsweise Samtgemeinden gewährleistet werden.

Trotz des vorläufigen politischen Ausbremsens durch den Kreistag hofft Amelsberg, dass die Freiwilligenzentren in Gifhorn und Wittingen bereits im Sommer eingerichtet werden können. Die Aufbauphase solle dann im Herbst starten.

Klaus Rautenbach (Grüne) merkte an, dass das Konzept „ziemlich mit Textbausteinen versehen“ und vieles im Landkreis schon vorhanden sei und auch funktioniere. „Vieles läuft vor Ort in den Gemeinden aber im Verborgenen, ohne dass ein Austausch über die Ortsgrenzen hinaus stattfindet“, entgegnete Amelsberg. Das geplante Netzwerk solle eben das zu Tage fördern und es auch über die jeweiligen Ortsgrenzen hinaus bekannt machen, sagte der Kreisrat.

Von Jens Schopp

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