Sport-Point-Gruppe wird kein Individualtraining anbieten

Isenhagener Land: Türen bleiben in Fitnessstudios vorerst geschlossen

Vorerst kein Individualtraining wird in den Sport-Point-Studios in Wittingen, Hankensbüttel und Lachendorf angeboten.
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Vorerst kein Individualtraining wird in den Sport-Point-Studios angeboten.
  • Florian Schulz
    vonFlorian Schulz
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Fitnessstudios dürfen wieder Individualtraining anbieten. Zugelassen sind aber maximal zwei Personen. Bei der Sport-Point-Gruppe kommt eine Öffnung in den Studios in Wittingen, Hankensbüttel und Lachendorf aber vorerst nicht in Frage.

Isenhagener Land – Es ist offiziell: Der Corona-Lockdown wurde bis in den März hinein verlängert. Das schlägt sich natürlich auch auf den Sport nieder. Vereinsaktivitäten sind untersagt – bereits seit November letzten Jahres.

Nur individuelle Aktivitäten in den eigenen vier Wänden oder auch unter freiem Himmel sind weiterhin möglich. Immerhin haben Fitnessstudios in Niedersachsen, nachdem das Landes-Sozialministerium dem Beschluss des Verwaltungsgerichtes Hannover zustimmte, mittlerweile wieder die Möglichkeit, Individualsport anzubieten. Zugelassen sind dafür allerdings maximal zwei Personen, dazu sind die entsprechenden Hygienemaßnahmen strengstens einzuhalten.

Während das eine oder andere Fitnessunternehmen die entsprechende Lizenz direkt nutzt und seine Mitglieder wieder in die Studios lockt, wird dies in den Sport-Points in Wittingen, Hankensbüttel sowie auch Lachendorf jedoch nicht in Frage kommen. „Wenn wir zwei Personen reinlassen, sind ja gleichzeitig schon keine Trainer oder sonstige Mitarbeiter zugelassen. Dazu hätten wir Nebenkosten wie Heizung, Reinigungskraft oder auch Überwachungskameras. Das rechnet sich einfach nicht“, verdeutlicht Geschäftsführer Jörg Fuest. Klingt einleuchtend, zumal die Sport-Point-Gruppe im Hankensbütteler Studio zirka 700, in Wittingen gar über 1000 Mitglieder zählt.

Wenn pro Kunde vielleicht 20 bis 30 Quadratmeter Fläche genutzt werden dürfte, würde es sich womöglich rechnen.

Geschäftsführer Jörg Fuest

„Wenn ich davon 100 pro Woche zulasse und ihnen dann erkläre, dass sie die nächsten drei Wochen nicht kommen dürfen, weil auch die anderen Kunden drankommen möchten, ist Ärger ja quasi vorprogrammiert“, erklärt Fuest. Erst wenn mindestens in Vierergruppen wieder trainiert werden dürfte, würde er überhaupt darüber nachdenken, die Türen zu öffnen. „Wenn pro Kunde vielleicht 20 bis 30 Quadratmeter Fläche genutzt werden dürfte, würde es sich womöglich rechnen“, so der Geschäftsführer.

„Wir gehen langsam an unsere Grenzen“, stellt Fuest klar. Sollten die Studios noch weitere Monate geschlossen bleiben müssen, sieht er ernsthafte Probleme auf das Unternehmen zukommen. Wirkliches Verständnis für die strengen Beschlüsse seitens der Regierung kann Fuest nicht aufbringen: „Wir hatten bislang nicht einen Corona-Fall in unseren Studios. Trotzdem machen sie uns die Bude zu.“ Dazu betrachtet er die November- beziehungsweise Dezember-Hilfen als „Witz“. Die Sport-Point-Gruppe sei vor allem auf ihre Mitglieder angewiesen.

Um diese zumindest halbwegs bei Laune zu halten, werden weiter Online-Kurse angeboten. Dazu hofft Fuest, dass zumindest das Elektrostimulationstraining (EMS) bald wieder möglich ist. Ansonsten sieht er dauerhaft große Probleme auf sein Unternehmen zukommen.

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