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Sicheres Isenhagener Land

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Waren- und Warenkreditbetrug sind 2011 in der Samtgemeinde Brome deutlich zurückgegangen. Auch in Wesendorf, Wittingen und Hankensbüttel lebt es sich vergleichsweise sicher. Foto: Schossadowski

Landkreis Gifhorn. Im Isenhagener Land lebt es sich im Vergleich zu anderen Gebieten des Landkreises Gifhorn recht sicher. Das geht aus der Kriminalstatistik für das Jahr 2011 hervor, die die Polizeiinspektion (PI) Gifhorn jetzt vorgestellt hat.

Mit Abstand die meisten Straftaten ereigneten sich in der Stadt Gifhorn, gefolgt vom südwestlichen Kreisgebiet. Die vier Gebietseinheiten des Isenhagener Landes liegen bei der Anzahl der Delikte im Mittelfeld der Statistik.

2011 verzeichnete die Polizei im Landkreis Gifhorn insgesamt 8569 Straftaten – 862 weniger als im Vorjahr. Davon entfallen 3690 oder 43 Prozent auf die Kreisstadt. Dahinter folgen die Samtgemeinde Meinersen mit 941 Fällen (Anteil: 11 Prozent) und die Samtgemeinde Papenteich mit 701 Taten (8,2 Prozent).

Auf Platz vier liegt die Samtgemeinde Wesendorf, die 2011 als eines der wenigen Gebiete im Landkreis eine Zunahme bei den Straftaten erlebte – von 638 auf 695 (Anteil: 8,1 Prozent). „Es gab eine Steigerung bei den angezeigten Nötigungen und Bedrohungen und ein Verfahren wegen Untreue gegen einen Steuerberater aus Wahrenholz, der in 39 Fällen Gelder von Mandanten veruntreute“, erklärt Mathias Müller-Sonnenberg, Leiter der Analysestelle der PI Gifhorn.

Mit 528 registrierten Straftaten (Anteil: 6,2 Prozent) rangiert die Stadt Wittingen auf Platz fünf in der Kriminalstatistik. Das bedeutet einen Rückgang um 125 Fälle. So gab es 87 weniger Vermögens- und Fälschungsdelikte und 22 weniger Sachbeschädigungen. „Im Jahr zuvor wurde in Wittingen eine Serie von Graffiti-Schmierereien geklärt, deshalb ist die Zahl der Sachbeschädigungen im folgenden Jahr gesunken“, berichtet Müller-Sonnenberg.

In der Samtgemeinde Brome ereigneten sich 524 Straftaten – 47 weniger als im Vorjahr. Der Anteil an den Gesamttaten beträgt 6,1 Prozent. In Brome wurden hauptsächlich weniger Körperverletzungen (minus 25 Fälle) sowie weniger Waren- und Warenkreditbetrug (minus 36 Fälle) angezeigt.

Besonders friedlich ging es 2011 in der Samtgemeinde Hankensbüttel zu, auch wenn die Polizei dort einen leichten Anstieg von 333 auf 356 Fälle registrierte. Mit einem Anteil von 4,2 Prozent aller Taten liegt Hankensbüttel auf Platz acht der zehn polizeilichen Zuständigkeitsbereiche im Landkreis.

Ganz am Ende der Kriminalstatistik befinden sich – im positiven Sinn – die Samtgemeinden Boldecker Land (351 Taten, Anteil: 4,1 Prozent) und Sassenburg (301 Taten, Anteil: 3,5 Prozent). Insgesamt hält Müller-Sonnenberg fest: „Mit 4963 Straftaten pro 100 000 Einwohner gehört der Landkreis Gifhorn zu den sichersten Regionen in Deutschland.“ Seite 6

Von Bernd Schossadowski

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