Mehr als 450 Gäste beim Kreislandfrauentag in der Stadthalle

Schwester Teresa begeistert in Gifhorn

Schwester Teresa war ein echter „Stargast“ und hatte ihr Publikum mit ihrer sympathischen Art schnell für sich gewonnen.
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Schwester Teresa war ein echter „Stargast“ und hatte ihr Publikum mit ihrer sympathischen Art schnell für sich gewonnen.

Gifhorn. Alle zwei Jahre bietet der Kreislandfrauentag den Mitgliedern aller Ortsvereine einen abwechslungsreichen, informativen und unterhaltsamen Nachmittag.

Die Resonanz war groß, mehr als 450 Gäste begrüßte Kreisvorsitzende Ilsemarie Dralle am Freitag in der Stadthalle Gifhorn.

In einem kurzen Rückblick auf die vergangenen beiden Jahre hob Dralle die erfolgreiche Arbeit bei den Landfrauenprojekten „Kochen mit Kindern“ und „Energie mit Köpfchen“ sowie bei der von der Volksbank BraWo-Stiftung initiierten Aktion „Gesund und satt in Kreis und Stadt“ hervor. Den eigenen Mitgliedern wurden auf Ortsvereins- und Kreisebene 2016 insgesamt 2000 Unterrichtsstunden in Seminaren und Qualifizierungsreihen angeboten, dazu viele Reisen, Vorträge und auch Unterhaltsames wie zum Beispiel ein Kinoabend im Kuhstall.

Volles Haus beim Kreislandfrauentag in der Stadthalle Gifhorn: Mehr als 450 Gäste hatten sich eingefunden.

Ansätze für die gemeinsame ehrenamtliche Arbeit in den Vereinen brachte die moderierte Grußwortrunde zum Thema „Flüchtlingshilfe im Landkreis Gifhorn – wie meistern wir die große Aufgabe der Integration?“ Die Landesvorsitzende der Landfrauen, Barbara Otte-Kinast, Bundestagsabgeordnete und Landfrau Ingrid Pahlmann, Superintendentin Sylvia Pfannschmidt, Landrat Dr. Andreas Ebel und Bürgermeister Matthias Nerlich waren sich einig, dass neben allen Bemühungen seitens der Behörden das Ehrenamt bei der Integration eine entscheidende Rolle spiele. Viele gute Ideen wie zum Beispiel das Café Aller seien von Ehrenamtlichen entwickelt worden, so Nerlich.

„Wir sind so frech, wir machen das einfach!“, beschloss Otte-Kinast die Runde. Mit 70 000 Mitgliedern in Niedersachsen und der großartigen Vernetzung gehe bei den Landfrauen vieles auf dem „kurzen Dienstweg“. Dabei beschränke sich die Integrationsarbeit der Landfrauen nicht auf die Flüchtlinge, sondern schließe ausdrücklich alle ein, die am Rande der Gesellschaft stehen.

Für den Festvortrag hatte der Kreisverband Schwester Teresa gewonnen, die unter anderem durch ihre Streetworkertätigkeit als „skateboardfahrende Nonne“, durch ihre Musikbegeisterung als „Deutsche Antwort auf Sister Act“, durch eine Quizshow als clevere Gewinnerin und durch ihren Wortwitz als Literaturpreisträgerin bekannt wurde. All dies und mehr ist möglich, wenn man wie Schwester Teresa sagen kann: „Mein Leben ist mein Hobby“. Schon während ihrer Vorstellung hatte sie mit ihrer Ausstrahlung den Saal für sich eingenommen. Mit Anekdoten und Witz brachte sie das eigentlich ernste Thema, wie trotz Verletzungen und Kränkungen das Miteinander erträglich bleibt, an die Frau.

Der Gospelchor „Gospel and more“ aus Wittingen rundete schließlich das Programm des Kreislandfrauentages hervorragend ab.

Von Marion Schuckart

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