Geplante Gesetzesreform ruft unterschiedliche Reaktionen im Kreis hervor

Schulpolitik bleibt umstritten

Die Einrichtung einer IGS in Wittingen dürfte dem Hankensbütteler Gymnasium kaum schaden.
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Die Einrichtung einer IGS in Wittingen dürfte dem Hankensbütteler Gymnasium kaum schaden.

Landkreis Gifhorn. Es müsse jetzt Ruhe in die Schulpolitik einkehren – auch im Landkreis Gifhorn, sagt Telse Dirksmeyer-Vielhauer (CDU), Vorsitzende des Schulausschusses des Landkreises Gifhorn.

Die von der rot-grünen Landesregierung auf den Weg gebrachte Reform des Schulgesetzes hat unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. Für die einen, wie Gifhorns SPD-Landtagsabgegordneten Detlef Tanke, ist sie ein Schritt zu mehr „Chancengleichheit in der Bildung“ (das IK berichtete). Die Landtags-Opposition sieht sie als einen Angriff aufs Gymnasium.

Das kann Uwe Hoppmann, selbst CDU-Ratsmitglied in Wittingen und stellvertretender Vorsitzender des Schulelternrates des Gymnasiums Hankensbüttel, so nicht nachvollziehen. Er schätzt, dass mit der Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) für das kommende Schuljahr in Wittingen, die Anmeldezahlen in Hankensbüttel kurzfristig zurückgehen könnten. Aber das Gymnasium sei bei den meisten Eltern immer noch erste Wahl. „Der Elternwille setzt sich letztendlich immer durch. Auch wenn Lehrer in der vierten Klasse eine andere Schulform für das Kind empfehlen“, sagt Hoppmann. Aus diesem Grund hält Hoppmann den geplanten Wegfall einer Schulempfehlung für wenig dramatisch. Das stürze Lehrer nicht weiter in einen Konflikt. „Wenn Eltern die Empfehlung eines Bildungsprofis nicht akzeptieren, kann man sich den Rat auch sparen“, so Hoppmann.

Auch soll das neue Gesetz die Möglichkeit geben, dass IGS und Grundschule organisatorisch unter einem Dach laufen. Das wäre theoretisch in Wittingnen möglich. Nur: „Wir sind Träger der Grundschulen, der Kreis Träger der IGS. Die Wittinger Grundschule müsste dann bei der IGS unterkriechen. Was wäre dann mit der beiden anderen Grundschulen“, fragt Peter Rothe, Erster Stadtrat im Rathaus.

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