Festnahme: 20-Jähriger gesteht, Feuer an Containern in Gifhorn gelegt zu haben

Schuld an 50 Bränden?

Ob der Festgenommene auch für dieses Feuer im Februar in Gifhorn verantwortlich ist, klären jetzt die Ermittler.
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Ob der Festgenommene auch für dieses Feuer im Februar in Gifhorn verantwortlich ist, klären jetzt die Ermittler.

ib Gifhorn. Nachdem in den vergangenen Monaten immer wieder Müllcontainer beziehungsweise -tonnen im Gifhorner Stadtgebiet gebrannt haben, hat die Polizei in der Nacht zu gestern einen 20-Jährigen geschnappt, der in Verdacht steht, die Brände gelegt zu haben.

Seit 2013 war es überwiegend im Bereich der Gifhorner Südstadt zu einer Vielzahl von Bränden von Altpapier- und Müllcontainern gekommen. In Einzelfällen griff das Feuer auch auf Gebäude über, so dass ein erhöhtes Gefahrenpotenzial gegeben war. „Mehrere Sonderaktionen der Polizei führten zunächst nicht zum gewünschten Erfolg“, erläutert Gifhorns Polizei-Sprecher Thomas Reuter.

Dann geriet der 20-jährige Gifhorner in Verdacht. „Die Beweislage reichte jedoch zunächst nicht aus, um ihn zu überführen“, so Reuter. Erst nachdem am Donnerstagabend gegen 23 Uhr ein Müllcontainer-Brand an der Elbinger Straße gemeldet wurde, nahmen die Brandermittler den jungen Mann gezielt ins Visier. Und so konnten sie beobachten, wie dieser gegen 1 Uhr offensichtlich einen Müllcontainer im Bereich der Königsberger Straße in Brand setzte. Die Ermittler nahmen den 20-Jährigen noch in der Nähe des Tatorts fest. In der gleichen Nacht räumte der Gifhorner einen Teil der Brandlegungen ein, die ihm zur Last gelegt wurden.

Insgesamt werden dem Mann Brandstiftungen an rund 50 Containern vorgeworfen, wobei es in drei Fällen zum Übergreifen des Feuers auf Gebäude kam, so dass dem Täter in diesen Fällen schwere Brandstiftung vorgeworfen wird. Zu seinem Motiv hat der 20-Jährige angegeben, aus Frust gegenüber dem Müllentsorger gehandelt zu haben, weil er bei diesem gearbeitet und nicht angemessen entlohnt worden sei.

Weil der Beschuldigte laut Polizei „psychische Auffälligkeiten“ gezeigt habe, sei er von der zuständigen Amtsärztin in ein Landeskrankenhaus eingewiesen worden. „Dort wird der Verdächtige auch im Hinblick auf seine Schuldfähigkeit untersucht werden“, informiert Polizei-Sprecher Reuter.

Die Ermittlungen sind damit für die Polizei aber keinesfalls abgeschlossen. Vielmehr gilt es, die Tatnachweise im Einzelnen zu führen. „Dennoch ist auch den Beamten die Erleichterung anzumerken, dass durch die Festnahme nicht mehr die Gefahr besteht, dass es zu größeren Schäden kommt, bei denen auch Menschen gefährdet gewesen wären“, so Reuter.

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