Schülerverkehr verbessert

Sassenburg - Von Carola Peiser. Gemeinsames Lernen, tolle Nachmittagsangebote wie Arbeitsgemeinschaften oder Gruppenlernen, gute Lernstrategien – alles Gründe, warum die Mädchen und Jungen die IGS in Sassenburg besuchen. Die Lehrerschaft um den kommissarischen Leiter Rolf Maskus hatte Dienstagabend Eltern zu einem weiteren Informationsabend eingeladen.

350 Stühle waren aufgebaut, aber weit mehr als 400 Eltern waren erschienen. Das Interesse an der Schulform IGS scheint ungebrochen – gibt es doch in der Region drei in Wolfsburg, eine in Peine sowie drei in Braunschweig. „Wir haben ein gutes Netzwerk“, berichtete Maskus. Das sei auch der Planungsgruppe, die sich fast vor einem Jahr gründete, zugute gekommen.

Individuell, kooperativ, gemeinsam – so wird der Unterricht an der IGS beschrieben. Ab dem ersten Jahrgang werden die Kinder zur Selbstständigkeit und Eigenverantwortung angehalten. Sie sind für ihren eigenen Lernprozess verantwortlich und die Lehrer zeigen wie man lernt, seine Arbeit plant oder sich Ziele setzt – ganz ohne Druck.

Die Lehrer bilden Teams, in denen gemeinsam der Unterricht geplant wird wie fächerübergreifende, themenorientierte Vorhaben und Projekte. Noten gibt es erst ab der 8. Klasse, bis dahin so genannte Lernentwicklungsberichte.

Änderungen sind laut Maskus bei den Räumlichkeiten geplant. Wenn die Grundschule nach Weseterbeck zieht, sollen dort weitere Klassen untergebracht werden. Mit 1100 bis 1200 Schülern und 90 Lehrkräften wäre, so Maskus die IGS in fünf Jahren komplett. Bis dahin seien noch viele Umbaumaßnahmen geplant – zum Beispiel der Mensabereich. Schon jetzt essen die Schüler in zwei Schichten.

Individuell gestalten sich auch die Abschlüsse: Hauptschulabschluss, erweiterter Haupt- oder Realschulabschluss sowie das Abitur nach 12 oder 13 Jahren.

Werden mehr als 150 Kinder für das nächste Schuljahr angemeldet, entscheidet wieder das Auswahlverfahren. Glück hat, wer ein Geschwisterteil an der IGS hat. Dann stehen die Chancen angenommen zu werden, besser. Das stieß Montagabend bei so manchem Elternteil auf Unverständnis. „Es gibt positive und negative Gründe. Diese Beschlussfassung müssen wir so hinnehmen“, erläuterte Maskus.

Wie es mit der Schülerbeförderung aussehe, wollte ein Vater wissen. Da gab es Probleme. „Da aus allen Gemeinden Schüler kommen, ist ein entsprechender Transport wichtig. Insbesondere bei den entlegenderen Orten gab es aber Probleme. Wir haben mit der VLG und dem Landkreis nach Lösungen gesucht und sind auf einem guten Weg“, so Maskus.

Das bestätigt auch Fachbereichsleiter Karsten Kreutzberg auf IK-Anfrage: „Wir haben weitere Mittel und Ersatzverkehr eingestellt.“ Die VLG habe ihre Linien und Zeiten soweit es geht optimiert. Kontinuierlich würden Probleme abgebaut. Kreutzberg: „Wir würden gerne eher planen, aber wir wissen nicht, woher die Schüler aus dem Gifhorner Kreisgebiet kommen.“ Kurzfristig habe man daher so genannte Zubringerfahrten eingrichtet, damit Kinder aus entlegenen Orten in den nächst größeren gelangen, um von dort den Linienverkehr nutzen zu können. Aber mit jedem neuen Jahrgang werde sich auch die Situation verbessern.

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