Gifhorn: Erster Spatenstich für neue Anschlussstelle zwischen B 4 und Gamsen

Schneller in den Nordkreis

Die ersten Arbeiten an der Anschlussstelle haben begonnen.

Gamsen. Der Zeitplan ist ein wenig verrutscht, sowohl Bürgermeister Manfred Birth als auch Ortsbürgermeister Manfred Simon hätten gerne einen Tag früher das Band durchgeschnitten, mit dem die neue Anschlussstelle zwischen der Bundesstraße 4 und der Ortsentlastungsstraße Bruno-Kuhn-Straße eingeweiht werden soll.

„Aber die Schularbeiten waren umfangreicher“, sagte Birth beim ersten Spatenstich, den beide Bürgermeister kurz vor Ende ihrer Amtszeit noch vollziehen konnten.

Mit den Bauarbeiten zur Anschlussstelle wird der vorletzte Bauabschnitt des Projektes begonnen. Schon 2004 wurde die Entlastungsstraße geplant, erzählte Birth, um die Ortsteile Gamsen und Kästorf vom Straßenverkehr zu entlasten. 2005 gab es die ersten Mittel, so dass der erste Kreisel in Gamsen und der erste Abschnitt der Bruno-Kuhn-Straße gebaut werden konnte. Im vergangenen Jahr wurde die Bruno-Kuhn-Straße dann bis zur neuen Sporthalle verlängert. Demnächst soll in der so genannten „Todeskurve“ in Gamsen die Ampelanlage neu geschaltet werden, um dem steigenden Verkehr gerecht zu werden. Eine Alternative ist die Anschlussstelle auch für die Rettungswache des DRK, die so unter Umständen schneller bei Notfällen den Nordkreis erreichen kann.

„Drei Sachen braucht man für solch ein Projekt“, führte Bernd Mühlnickel, Wolfenbütteler Geschäftsbereichsleiter der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, aus: „Das Baurecht, Grund und Boden sowie die Haushaltsmittel.“ Da es sich um die Verknüpfung einer Bundes- mit einer Kreisstraße im Interesse der Stadt Gifhorn handele, hätten drei Parteien am Tisch gesessen, die Stadt Gifhorn habe den Großteil der Kosten übernommen, mit Griffen in einige Fördertöpfe. Für die Anschlussstelle belaufen sich die Kosten auf rund 800 000 Euro, von denen der Bund 245 000 Euro übernimmt. 555 000 Euro trägt die Stadt Gifhorn, zu 65 Prozent gefördert vom Land Niedersachsen.

Ein „großer Wurf“ in Sachen Sicherheit wurde damit erreicht, dass es keine Linksabbiegerspuren gibt, sagte Mühlnickel. Und als positives Nebenprodukt des gesamten Projekts fällt auch noch ein Gewerbegebiet mit 130 000 Quadratmetern Fläche ab, fügte Birth hinzu. Sofern das Wetter mitspielt, sollen die Bauarbeiten bis Jahresende abgeschlossen sein, sagte Mühlnickel. Sowohl auf der Bundesstraße 4 als auch auf der Kreisstraße 33/1 („Zum Luisenhof“) werden die Fahrstreifen während der Bauzeit eingeengt. Im Laufe der weiteren Bauarbeiten muss die B 4 an zwei Tagen voll gesperrt werden, die genauen Termine will die Landesbehörde noch rechtzeitig bekannt geben.

Von Burkhard Ohse

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