Uelzener Polizei beschlagnahmt Betäubungsmittel und Waffen

Schlag gegen Drogendealer

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Sichergestellt: Drogen und Waffen. Vier mutmaßliche Rauschgifthändler gingen der Polizei ins Netz, auch im Landkreis Uelzen. 

Bad Bevensen. Es dürfte der größte Schlag gegen Drogendealer in der Region seit Jahren sein: Nach wochenlangen Ermittlungen der Uelzener Polizei sind vier mutmaßliche Drogenhändler ermittelt und kiloweise „Stoff“ sowie Waffen beschlagnahmt worden.

Über einen 23-jähriger mutmaßlichen Bad Bevenser Dealer, der am Donnerstag vorläufig festgenommen wurde, fanden die Ermittler bei Durchsuchungen mehr als 300 Gramm Amphetamine, 250 Gramm Marihuana, weitere Betäubungsmittel und eine Schreckschusswaffe.

Durchsucht wurde auch beim mutmaßlichen Lieferanten, einem 42-jährigen aus Winsen/Luhe. In dessen Wohnung fanden die zwölf eingesetzten Beamten rund drei Kilo Amphetamine, zwei Kilo Marihuana, mehrere hundert Gramm verschiedener anderer Betäubungsmittel, 400 Tabletten verbotener Arzneimittel, eine Pistole samt Munition sowie verschiedene verbotene Stichwaffen. Auch mehrere zehntausend Euro wurden beschlagnahmt. Die Polizei geht davon aus, dass der Winsener schon seit Jahren Teile der Uelzener Drogenszene versorgte.

Auch in der Woche zuvor war die Polizei Uelzen bereits erfolgreich: Nach einer Verkehrskontrolle und einer Verfolgungsjagd geriet ein 31-jähriger Uelzener in den Fokus der Ermittler. In seiner Wohnung fanden sie unter anderem zwei Kilo Amphetamine und diverse Drogen. In der Wohnung eines 18-Jährigen wurden ebenfalls größere Mengen entdeckt.

Für die Polizei sind die jüngsten Sicherstellungen ein Beleg, dass es im Kreis Uelzen nicht nur eine große Nachfrage für Marihuana gibt, sondern dass auch immer mehr synthetische Drogen auf den Markt drängen.

Weitere Polizeimeldungen: 

Wolfsburg. Die Wolfsburger Polizei registrierte im Laufe des Mittwochs drei Fälle von ominösen Paketlieferungen. In allen drei Fällen hatte ein Unbekannter unter falschem Namen Waren bestellt. Besonders makaber: In zwei Fällen nutzte der Unbekannte die Personalien verstorbener Ehemänner, deren Witwen nun die angeblichen Bestellungen erhielten. In einem Fall erhielt eine 78 Jahre alte Wolfsburgerin Herrenbekleidung, in einem anderen Fall eine 70 Jahre alte Hinterbliebene Tiernahrung und vier Autoreifen. Im dritten Fall bekam eine ältere Dame an einem Tag gleich vier Sendungen über einen Paketdienst zugestellt. Bei Nachforschungen teilte man der Dame mit, dass es sich um Internetbestellungen handele. Die 69-jährige Wolfsburgerin verfügt weder über einen Computer noch über einen Internetanschluss. Im letzteren Fall klingelte es am Mittwochabend gegen 20.30 Uhr an der Haustür der älteren Dame. Als sie über die Gegensprechanlage nachfragte, wer da sei, fragte eine männliche Stimme, ob denn die Pakete schon angekommen seien. Daraufhin entgegnete die Dame, sie würde die Polizei alarmieren, worauf der Unbekannte verschwand.

Möglicherweise hegt der unbekannte Besteller betrügerische Absichten. Bisher ist es in keinem der drei Fälle zu finanziellem Schaden gekommen. Die Polizei appelliert jedoch, keine unbestellten Warensendungen anzunehmen, sondern dies bei dem Paketdienst zu verweigern.

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