Gifhorner Ermittlungsgruppe lässt Bande in Ungarn festnehmen

Schlag gegen Autoschieber

Teure Sportwagen und Limousinen konnte die ungarische Polizei in Zusammenarbeit mit niedersächsischen Kollegen beschlagnahmen.
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Teure Sportwagen und Limousinen konnte die ungarische Polizei in Zusammenarbeit mit niedersächsischen Kollegen beschlagnahmen.

Landkreis Gifhorn. Erfolgreicher Schlag gegen eine ungarische Autoschieber-Bande: Die Ermittlungsgruppe „Kfz“ der Polizeidirektion Braunschweig, die bei der Polizeiinspektion in Gifhorn angesiedelt ist, konnte kürzlich einen herausragenden Ermittlungserfolg verbuchen.

Eine Bande von Autodieben konnte in Ungarn festgenommen und mehr als 40 gestohlene Fahrzeuge beschlagnahmt werden. Darunter auch Autos, die in der Region zugelassen waren.

In der Nacht zum 8. September stiegen mehrere Täter in der Ortschaft Neubrück (Landkreis Peine) in drei Einfamilienhäuser ein. In zwei Fällen wurden die Schließzylinder der Haustüren gezogen, in einem Fall bohrten die Täter durch einen Fensterrahmen und verschafften sich so Zugang zum Haus. Aus zwei der Häuser klauten die damals noch unbekannten Täter die Fahrzeugschlüssel der dort wohnenden Familien und stahlen einen Golf „R“ sowie einen Skoda Octavia. In einem der Häuser konnten die Täter die Fahrzeugschlüssel zu einem weiteren Golf „R“ nicht erbeuten, da sich die Bewohner im Urlaub befanden und beide Schlüssel dabei hatten. Die Sachbearbeitung wurde in allen Fällen aufgrund der besonderen Vorgehensweise zentral durch die Ermittlungsgruppe „Kfz“ der Polizeidirektion Braunschweig in Gifhorn übernommen.

Im Zuge der Ermittlungen konnte durch Auswertung von Geschwindigkeits- und Mautverstößen aus dem In- und Ausland festgestellt werden, dass die Autos nach Ungarn gebracht wurden, wo sie durch eine professionell organisierte Hehlerbande umgearbeitet und mit neuen Fahrzeugpapieren ausgestattet werden sollten. Am 6. November reisten Fahnder der Ermittlungsgruppe nach Budapest, wo über mehrere Tage mehr als 10 Objekte wie Kraftfahrzeugwerkstätten sowie Privat- und Firmenadressen von ungarischen Spezialkräften durchsucht wurden. Dabei konnten gestohlene Fahrzeuge im Wert von rund 1,4 Millionen Euro beschlagnahmt werden. Die drei Drahtzieher sitzen in Untersuchungshaft. Gegen andere Bandenmitglieder wird ermittelt. Im Rahmen der Aktion wurden rund 20 Fahrzeuge aus Deutschland sichergestellt. Darunter die Autos aus Neubrück.

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