Gifhorn: Auseinandersetzung in Fußgängerzone / Wolfsburg: 5000 Euro Schaden durch „Polenböller“

Schlägerei mit Flasche und Pfefferspray

(Symbolbild)
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Gifhorn. Bereits am Samstag kam es kurz vor Mitternacht in der Gifhorner Fußgängerzone zu einem Zwischenfall. Ein Zeuge meldete der Polizei, dass zwei Männer auf eine Person mit dunkler Hautfarbe losgegangen seien.

Kurz darauf traf die erste Streifenbesatzung drei Personen am Parkplatz Kaninchengarten an. Die körperlichen Übergriffe waren bereits beendet. Ein Rettungswagen und weitere Streifenwagen trafen ebenfalls ein. Bei den Personen handelte es sich um einen 40-jährigen Angestellten mit dunkler Hautfarbe, der in Gifhorn wohnt. Die beiden anderen Beteiligten waren ein 25-Jähriger aus Sachsen-Anhalt und ein 26-jähriger Gifhorner.

Der 40-Jährige berichtete, dass er gesehen habe, wie die beiden im Steinweg an eine Wand uriniert hätten. Er habe deren Verhalten gerügt und an ihre Manieren appelliert. Diese seien dann unter üblen Beschimpfungen, seine Herkunft betreffend, auf ihn losgegangen. Sie hätten ihn geschlagen, wobei einer der Kontrahenten eine Flasche in der Hand gehalten habe. Um sich zu schützen, habe er ihnen einen Reizstoff ins Gesicht gesprüht.

Die beiden anderen Personen – Arbeitskollegen, die von einer Weihnachtsfeier kamen – stritten nicht ab, dass es wegen des Urinierens zum Streit gekommen war. Jedoch habe der Afrikaner ein Messer in der Hand gehalten. Dieses habe er dann wieder eingesteckt und sei mit Fäusten auf die beiden losgegangen. Eine neutrale Aussage dürfte vom Anrufer zu erwarten sein, der noch vernommen werden muss. Der 40-Jährige blieb unverletzt. Den beiden Jüngeren mussten die Augen gespült werden. Ein Messer wurde bei keiner der Personen gefunden.

Das Pfefferspray wurde sichergestellt. Nach Abschluss der Vernehmungen aller Beteiligten wird die Staatsanwaltschaft bewerten, ob das Einsetzen von Pfefferspray durch eine Notwehrsituation gerechtfertigt war.

Weitere Polizeimeldungen:

Wolfsburg. Die Anwohner der Döhrener Straße in Wolfsburg wurden am Samstagabend gegen 23.15 Uhr durch einen lauten Knall aufgeschreckt. Unbekannte hatten einen Zigarettenautomaten vermutlich mittels sogenannter Polenböller in die Luft gesprengt. Die Detonation war derart heftig, dass der Zigarettenautomat vollständig zerstört wurde. Rund um den Standort des Gerätes fand die alarmierte Polizei diverse Zigarettenschachteln und Blechteile des Automaten. Der Zigarettenautomat befand sich direkt an der Durchfahrtsstraße an der Zufahrt zum Parkplatz zu einer dortigen Gaststätte. Nach ersten Schätzungen dürfte sich der Schaden auf mindestens 5000 Euro belaufen.

Zeugen hatten noch eine dunkel gekleidete männliche Person in Richtung der Straße Am Sportplatz weglaufen sehen. Im Laufe des Sonntags meldeten sich weitere Zeugen, die kurz nach 23.15 Uhr ein silber-metallic-farbenes Auto beobachtet hatten, welches ohne Licht auf der Sportplatzstraße in Richtung Sportplatz beziehungsweise Richtung Feldmark gefahren sei.

Ob es zwischen beiden Beobachtungen einen Zusammenhang gibt und es sich dabei um den oder die Täter gehandelt hat, werden die Ermittlungen in den nächsten Tagen ergeben. Die Polizei hofft auf weitere Zeugen und Hinweise.

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