Fast 100 Moslems und Jesiden geraten aneinander

Schlägerei in Celle

dpa/js Celle. Bei einer Massenschlägerei in Celle mit knapp 100 Beteiligten sind Montagabend fünf Menschen verletzt worden, einer davon schwer. Nach Angaben der Polizei sollen eine Gruppe von Muslimen und eine von Jesiden aneinandergeraten sein.

Es kam zu Fausthieben, Fußtritten und Schlägen mit Gegenständen. Anwohner alarmierten die Polizei, die mit rund 70 Beamten anrückte und die Gruppen voneinander trennte.

Gegen die Beteiligten werde unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und schweren Landfriedensbruchs ermittelt, teilte die Polizei mit. Auslöser für die Schlägerei könnte der Syrien-Konflikt gewesen sein.

Nach Angaben von Celles Polizeisprecher Guido Koch war die Polizei den Tag über damit beschäftigt, die Rädelsführer der gewalttätigen Auseinandersetzung ausfindig zu machen und Zeugen beziehungsweise Beteiligte zu befragen. Nach bisherigen Ermittlungen leben die Beteiligten in Celle und Umgebung. In Celle hat eine große jesidische Gemeinde ihre Heimat. Im August musste die Polizei in Herford (NRW) eine Demonstration von Jesiden vor Salafisten schützen. Die Jesiden demonstrierten gegen den Terror gegen ihre Volksgruppe durch die IS im Irak.

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