Schloss Gifhorn: Lieferschwierigkeiten bei den neuen Fenstern

Sanierung verzögert sich

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Seit Monaten verbirgt sich das Torhaus des Schlosses Gifhorn unter einer Plane. Der Einbau der neuen Fenster verzögert sich dieser Tage. Es gibt Lieferschwierigkeiten bei den Maßanfertigungen.

Gifhorn. Die Sanierungsarbeiten des Torhauses am Gifhorner Schloss sind im vollen Gange. Wie Holger Schulz, stellvertretender Leiter des Kreisbauamtes, gestern erläuterte, werde sich der zweite Bauabschnitt jedoch etwas verlängern.

„Es gibt Probleme bei der Lieferung der Fenster. Der Einbau könnte sich bis Ende Februar beziehungsweise Anfang März verzögern“, so Schulz. In der Zeit des Einbaus müssen Mitarbeiter der Verwaltung zwischenzeitlich ihre Büros verlassen. Auch Landrat Andreas Ebel ist betroffen. In einem Sitzungszimmer wurde ein provisorisches Büro eingerichtet.

Als positive Nachricht hatte Schulz gestern Morgen während des Kreis-Pressegespräches jedoch im Gepäck, dass noch in diesem Jahr mit dem zweiten Bauabschnitt am Torhaus begonnen werden soll. Und zwar, sobald die Förderkulisse stehe. Das soll sich laut Schulz noch in diesem Monat entscheiden.

Dann sollen EU-Mittel und Gelder aus der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Höhe von 100 000 Euro fließen. Insgesamt kostet die Sanierung des zweiten Bauabschnittes 230 000 Euro. Mit dem Geld soll auch der Sockel instand gesetzt werden.

Rund 40 Fenster mussten für das Torhaus maßgefertigt werden. Für ein denkmalgeschütztes Gebäude wie das alte Welfenschloss gibt es eben nichts von der Stange. Seit der letzten Sanierung des Schlosses in den 80er Jahren hatten auch die Fenster gelitten, sodass sie jetzt ausgetauscht werden müssen.

Die Fassade des Torhauses ist bereits seit Monaten eingerüstet. Unter den Planen wurde der Putz erneuert. Weiterhin wechselten die Fachleute marodes Mauerwerk aus. Vor allem in den halbrunden Bögen auf dem Dach des Schlosses. Etwas über eine Million Euro investiert der Landkreis in die Aufarbeitung des Gebäudes.

Von Carola Hussak und Jens Schopp

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