Heute Vormittag: Alarm für die Feuerwehr-Gefahrengutzüge Gifhorn und Wahrenholz

Säureunfall bei Continental in Gifhorn: 100 Feuerwehrleute im Einsatz

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Ein Großaufgebot der Feuerwehr war heute Vormittag auf dem Firmengelände in Gifhorn im Einsatz.

pm Gifhorn. Mehrere tausend Liter Schwefelsäure traten heute Morgen auf dem Gelände der Firma Continental Teves AG in Gifhorn aus. Das schnelle Eingreifen der Mitarbeiter und der Werksfeuerwehr verhinderte, dass die Säure in die Umwelt gelangte. Über 100 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

„Um 8.10 Uhr haben wir die Information erhalten, dass aus einem Behälter 35-prozentige Schwefelsäure ausläuft“, so Reiner Leopold, Leiter der Werksicherheit. „Sofort wurden die Werkfeuerwehr und unsere Fachleute für Chemieunfälle alarmiert.“

Auch Rettungswagen waren vor Ort, wurden glücklicherweise aber nicht benötigt.

Darüber hinaus gab es Alarm für die Feuerwehr- Gefahrengutzüge Gifhorn und Wahrenholz. Außerdem wurden die Gifhorner Ortswehren alarmiert, damit weitere Träger für die Chemieschutzanzüge zur Verfügung stehen. Insgesamt waren über 100 Feuerwehrkräfte im Einsatz. „Bei unserem Eintreffen und der ersten Lageerkundung konnten wir feststellen, dass die Mitarbeiter der Werkfeuerwehr bereits alles unternommen hatten, um eine Gefahr für die Umwelt abzuwenden“, so Einsatzleiter und Stadtbrandmeister Matthias Küllmer. „Wir haben die Maßnahmen überprüft und noch einen weiteren Einlauf verschlossen.“ In der Halle selber wurde die Säure durch ein spezielles Becken zurückgehalten. So konnten die Feuerwehren gegen 10 Uhr die Einsatzstelle wieder verlassen. Gute Nachricht am Rande: Niemand wurde verletzt.

„Die Schwefelsäure wird zur Veredelung bei der Produktion von Hauptbremszylindern eingesetzt“, so Leopold. „Zur Zeit des Austretens wurde in dem Bereich gearbeitet, so dass das Leck sofort erkannt und unverzüglich gehandelt wurde.“ Dennoch konnten drei- bis viertausend Liter aus dem rund 6000 Liter fassenden Behälter auslaufen. Leopold betonte, dass zu keiner Zeit Gefahr für Leib und Leben sowie für die Umwelt bestand. Davon überzeugte sich mit Johannes Malczak auch ein Mitarbeiter des Umweltamtes des Landkreises Gifhorn.

Die Säure wurde in der Halle mit Spezialpumpen aufgenommen. Von Continental wurde eine Fachfirma zur Reparatur des Behälters herangezogen.

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