Stadthalle Gifhorn: Aufsichtsrat zieht nach sechs Jahren positive Bilanz

Ruhe nach holprigem Start

Eine positive Bilanz zog der Stadthallen-Aufsichtsrat (v. l.): Andreas Otto, Ingrid Pahlmann, Rolf Krause, Manfred Birth und Wolfgang Stein. Es fehlt Ingo Göhmann. Foto: Peiser

Gifhorn. „Die Stadthalle Gifhorn ist endlich im ruhigen Fahrwasser, nachdem die Anfänge holprig waren“, freut sich Manfred Birth, Vorsitzender des Stadthallen-Aufsichtsrates.

Gemeinsam mit seinen Aufsichtsratskollegen blickte er Montagabend auf die vergangenen sechs Jahre zurück.

Seit ihrer Eröffnung im Jahr 2005 hat die Gifhorner Stadthalle jährlich Defizite eingefahren. Seit jedoch Wolfgang Stein als Geschäftsführer die Geschicke leitet, gehe es seit der Saison 2008/2009 bergauf. Der Jahresfehlbetrag konnte in der Spielzeit 2009/2010 von 150 000 auf rund 82 000 Euro gesenkt werden. So ist es auch nicht verwunderlich, dass der Vertrag mit Stein bis zum Jahr 2014 verlängert wurde.

Mit seinem Konzept, das Stein seinerzeit dem Stadthallen-Gremium vorlegte, traf der Kulturexperte ins Schwarze. Nicht, dass er den Geschmack der Kreisbewohner erkannte, senkte er die Ausgaben und steigerte den Abo-Verkauf. Allein die Zahl der Abonnenten ist seit der Saison 2008/2009 von 145 auf aktuell 824 gestiegen. Gestiegen ist somit im gleichen Zeitraum auch die Zahl der Zuschauer von 4513 auf 13 404. Einen weiteren Beitrag zur positiven Bilanz trägt aber auch die Senkung der Kosten bei. Dazu zähle laut Stein mit Sicherheit das Outsourcing der Gastronomie: „Schuster bleib bei deinen Leisten – ich bin kein Wirt, das sollte man ruhig den Fachleuten überlassen.“ Positiv habe sich ebenfalls die Senkung in den Bereichen Energie und Eintrittspreise ausgewirkt sowie die Auslagerung des Kartenvorverkaufs. „Man darf nicht vergessen, dass man dafür Öffnungszeiten vorhalten muss und die Personalkosten sind enorm“, so Stein.

„Die Veranstaltungen für Erwachsene tragen sich. Subventioniert werden muss der Bereich des Angebotes für Kinder und Jugendliche. Das wurde extrem ausgeweitet, aber wir sehen auch den Erfolg. Die Hälfte der Besucher sind Jugendliche“, zeigt sich Aufsichtsratsmitglied Ingrid Pahlmann erfreut. Als positiv wertet Birth auch, dass Stein den Kontakt zu Vereinen sucht, und so eine Verbundenheit zur Stadthalle schaffen konnte.

Von Carola Peiser

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