Bilanz der Leitstelle Gifhorn im Jahr 2011: Weniger Anrufe, aber mehr Einsätze

Riskanter Wonnemonat Mai

Etwas weniger Anrufe als im Vorjahr verzeichnete die Einsatzleitstelle für den Kreis Gifhorn 2011. Dafür gab es im Mai die meisten Krankentransporte – offenbar eine Folge der Hitze. Foto: Behrens

Landkreis Gifhorn. Bei der Einsatzleitstelle für Rettungsdienst und Feuerwehren in Gifhorn sind im Jahr 2011 rund 89 500 Anrufe über Notruf- und Amtsleitungen eingegangen. Das waren etwas weniger als im Vorjahr, als 90 441 Anrufe gezählt wurden.

Im Jahr 2009 lag die Zahl noch bei 96 271.

Recht einheitlich verteilen sich die Anrufe auf die fünf Werktage der Woche. Nach der aktuellen Statistik, die alle eingehenden Gespräche bis zum 20. Dezember 2011 erfasst, lag der Montag mit insgesamt 13 736 Anrufen an der Spitze, gefolgt vom Donnerstag (13 443), dem Dienstag (13 412), dem Freitag (13 259) und dem Mittwoch (13 251). Mit deutlichem Abstand folgen der Sonnabend mit 10 349 und der Sonntag mit 9380 Anrufen. Innerhalb der 24 Stunden eines Tages registrierte die Einsatzleitstelle im Heidland mit Abstand die meisten Anrufe zwischen 10 und 12 Uhr vormittags, die wenigsten in der Zeit von 3 bis 5 Uhr früh.

Leicht angestiegen ist die Zahl der Krankentransporte. Bis zum 28. Dezember verzeichnete die Gifhorner Leitstelle bereits 10 368 dieser Einsätze – nach 10 054 im Vorjahr. Auf eine Auffälligkeit weist Kreisbrandmeister Willi Aldinger in diesem Zusammenhang hin: Den eindeutigen Spitzenwert des Jahres 2011 gab es im Mai mit insgesamt 942 Krankentransporten. „Das hängt offenbar mit dem anhaltend warmen und trockenen Wetter in diesem Monat zusammen“, sagt Aldinger gegenüber dem IK. Dagegen liegen die vergleichsweise kühlen Monate Juni und Juli in der Statistik klar hinter dem Mai.

Auch bei den Rettungsdienst-Fahrten rangiert der so genannte „Wonnemonat“ weit vorne: 1531 Einsätze bedeuten Platz vier in der Jahresbilanz. Hier ist überraschend der März mit 1586 Einsätzen Spitzenreiter. Alles in allem zählte die Gifhorner Leitstelle bis zum 28. Dezember vorigen Jahres 17 626 Rettungsdienst-Einsätze – ein leichter Zuwachs gegenüber 2010, als es 17 473 Fahrten gab. Dagegen blieb die Zahl der Feuerwehr-Einsätze mit rund 1300 im Vergleich zum Vorjahr stabil.

Von Bernd Schossadowski

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