Flugkörper von studentischem Verein schlägt in Haus ein

Rakete bei Leiferde außer Kontrolle

In Leiferde krachte am Sonntag eine Rakete eines studentischen Vereins (kleines Bild) in ein Wohnhaus. Verletzt wurde niemand.
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In Leiferde krachte am Sonntag eine Rakete eines studentischen Vereins (kleines Bild) in ein Wohnhaus. Verletzt wurde niemand.

msc Leiferde. Es war ein Versuch mit zerstörerischen Folgen: Eine Experimentalrakete eines studentischen Vereins der TU Braunschweig ist am Sonntagnachmittag außer Kontrolle geraten, vom Kurs abgekommen und in Leiferde in ein Wohnhaus gestürzt.

Die Gründe dafür sind noch unklar. Verletzt wurde niemand.

„Wir sind am Sonntagabend gegen 18.30 Uhr informiert worden, dass eine Rakete in ein Haus in Leiferde eingeschlagen haben soll. Die Einwohner des Hauses kamen nach Hause, sahen die Rakete in der Wand und haben die Polizei informiert“, sagt der stellvertretende Polizeipressesprecher Lothar Michels. Die Rakete zerstörte Dach, Decke, Wand und einen Sicherheitskasten, bevor sie in das Kinderzimmer des Wohnhauses krachte. Die Bewohner, eine 38 Jahre alte Mutter und zwei Kinder, waren zu dem Zeitpunkt nicht zu Hause.

Gestartet wurde die Rakete vom Modellflugplatz Hillerse. Bei der Rakete handelt es sich um einen etwa 1,60 Meter hohen und acht Kilo schweren, selbstgebauten Flugkörper in Leichtbauweise. Der Versuch sei von den Behörden genehmigt gewesen, sagt Dr. Elisabeth Hoffmann, Leiterin Presse und Kommunikation der Uni.

Rund 20 Versuche in den letzten fünf Jahren seien von dem Verein durchgeführt worden. Der Unfall jetzt sei ein Schock und sei „unerwartet“ gekommen. „Es geht jetzt in die Fehleranalyse. Die Studenten sind sehr bedrückt“, berichtet Hoffmann. Die Arbeitsgemeinschaft testet seit 15 Jahren Raketen. Sie erreichen bis zu 1000 Meter Höhe.

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