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Rabenmutter oder Vorbild?

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Landrat Dr. Andreas Ebel, Referentin Dr. Anna Kaminsky (M.) und Gleichstellungsbeauftragte Christine Gehrmann luden zum Frauenpolitischen Sektempfang.
Landrat Dr. Andreas Ebel, Referentin Dr. Anna Kaminsky (M.) und Gleichstellungsbeauftragte Christine Gehrmann luden zum Frauenpolitischen Sektempfang. © Bentes

Gifhorn – Bereits zum 21. Mal lud der Landkreis Gifhorn am Montagabend zum Frauenpolitischen Sektempfang in das Gifhorner Schloss. Zahlreiche Gäste folgten der Aufforderung und erlebten einen Vortrag von Dr. Anna Kaminsky.

Als Geschäftsführerin der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur referierte sie über Frauen in Zeiten der Wende.

Viele interessierte Gäste waren gekommen, um den Vortrag von Dr. Anna Kaminsky über Frauen zu Zeit der Wende zu verfolgen. Fotos: bentes
Viele interessierte Gäste waren gekommen, um den Vortrag von Dr. Anna Kaminsky über Frauen zu Zeit der Wende zu verfolgen. Fotos: bentes © Bentes

An diesem Abend ging der Sekt auf die Kosten von Landrat Dr. Andreas Ebel. Wie schon in den Vorjahren war der Rittersaal im Gifhorner Schloss gut besucht. Viele Frauen und wenige Männer waren gekommen, um zusammen am Vortrag von Dr. Anna Kaminsky teilzunehmen und im Anschluss frauenpolitische Themen zu diskutieren. „Frauen haben schon immer die Zeit erkannt und verändert“, bilanzierte Ebel. Auch Gleichstellungsbeauftragte Christine Gehrmann war sich sicher, dass Frauen schon damals wie heute für ihren Platz und ihre Träume selbstbewusst einstanden.

„Wer und was war die durchschnittliche Frau in der DDR?“, fragte Dr. Anna Kaminsky ihre Gäste. „War sie eine Rabenmutter oder ein Vorbild gelungener Emanzipation?“ Die Referentin verwies auf eine zum Teil gelungene Frauenpolitik in der DDR. „Die Frau war in ihren Beruf emanzipiert“, bestätigte sie. „Aber viel weiter ging es in der Politik dann nicht.“

Kaminsky konnte aus eigener Erfahrung über die Lebenssituation von Frauen zur Zeit der Wende berichten. Auch viele Zuhörerinnen identifizierten sich mit dem Vortrag. Über das Podium hinaus diskutierten sie über Gleichberechtigung, Frauenbilder und ideologische Vorstellungen.

Im Anschluss stand der Sekt schon kalt, ganz wie von Landrat Ebel eingangs versprochen.

VON HILKE BENTES

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