Und: Zeuge nach Fan-Gewalt gesucht

Pulver in Postsendung – Celle: Gefahrguteinsatz am Oberlandesgericht

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Celle. Eine Briefsendung an das Oberlandesgericht mit einer unbekannten Substanz schlug gestern Morgen um kurz nach 9 Uhr hohe Wellen. Der Gefahrgutzug der Freiwilligen Feuerwehr Celle sowie die Polizei rückten aus und evakuierten vorsorglich einen Gebäudetrakt.

Inzwischen waren vier Mitarbeiter des OLG sowie zwei Polizeibeamte mit der Substanz in Kontakt gekommen und blieben kurzfristig in „Quarantäne“. Über gesundheitliche Beschwerden klagte jedoch keiner der Betroffenen. Um 11. 25 Uhr traf der ABC-Zug der Berufsfeuerwehr aus Hannover ein und gab schließlich Entwarnung. Dass von der Substanz Gefahren ausgehen, konnten die Experten nach einer Untersuchung ausschließen. Die Polizei ermittelt nun wegen Bedrohung gegen den Absender des Briefes. In dem Umschlag hatte sich auch ein Drohbrief an einen Mitarbeiter des Gerichts befunden. Wie jetzt bekannt wurde, war die Briefsendung bereits am Vortag eingegangen. Die Hintergründe der Tat sind derzeit noch unklar.

Weitere Polizeimeldung 

Wolfsburg. Ein Zusammenstoß zwischen einem 58 Jahre alten VW Up-Fahrer und einem 40-jährigen Fahrer eines Sattelzuges auf der K 114 endete gestern Mittag glimpflich. Während der 58-Jährige aus der Samtgemeinde Isenbüttel mit leichten Blessuren ins Klinikum kam, blieb der Lkw-Fahrer aus Braunschweig unverletzt. Es entstand ein Schaden von rund 15 000 Euro. Bei der Unfallaufnahme zeigte sich, dass der 58-Jährige in Richtung Wolfsburg unterwegs war und gegen 12.15 Uhr aus noch ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn geriet. Der überraschte Sattelzug-Fahrer reagierte schnell und steuerte mit seinem Lkw noch nach rechts. Vermutlich wurde dadurch ein frontaler Aufprall vermieden, so dass der Up-Fahrer seitlich in den Lkw krachte. Der Up wurde abgeschleppt. Die Unfallstelle war zur Aufnahme für etwa zwei Stunden gesperrt. Der Verkehr wurde ab- und umgeleitet.

Calberlah. Im Rahmen der Rückreise nach dem Fußballspiel VfL Wolfsburg gegen den VfB Stuttgart am 3. Februar kam es gegen 18.30 Uhr auf dem auf Bahnhof in Calberlah zu einem versuchten Totschlag (das IK berichtete). Durch massive Gewalteinwirkung, unter anderem durch Tritte gegen den Kopf, zog sich das Opfer erhebliche Verletzungen zu. In diesem Zusammenhang bittet die Kriminalpolizei Gifhorn um die Mithilfe bei der Identifizierung eines nicht tatbeteiligten Zeugen.

Die Auswertung von vorliegendem Videomaterial hat ergeben, dass der junge Mann direkter Augenzeuge der Auseinandersetzung auf dem Bahnsteig gewesen sein muss und sich vor dem Eintreffen der Polizei vom Tatort entfernt hat. Der auf dem Foto abgebildete Zeuge, oder auch Personen, die Angaben zu seiner Identität machen können, werden gebeten sich mit dem Zentralen Kriminaldienst der Polizei Gifhorn unter (05371) 9800 oder (05371) 980316 in Verbindung zu setzen. Weitere Fotos des gesuchten Zeugen sind über das Facebookportal des Landeskriminalamtes Niedersachsen einsehbar.

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