Andere Städte scheuen den Aufwand

Public Viewing in Gifhorn: 1000 Stehplätze auf dem Marktplatz

+
Auf einem öffentlichen Platz Fußball gucken – mit hunderten anderer Fans, da herrscht eine besondere Atmosphäre. Doch nicht überall werden große Veranstaltungen geplant.

Gifhorn. Die Fußball-Weltmeisterschaft steht vor der Tür und auch in diesem Jahr gibt es auf dem Gifhorner Marktplatz ein Public Viewing. Andernorts muss man sich auf einen kleineren Rahmen einstellen.

„Wir stellen eine 16 Quadratmeter große LED-Leinwand auf, davor haben rund 1500 Leute Platz“, erzählt Jens Brünig, Fachbereichsleiter Bildung und Jugend bei der Stadt Gifhorn, „knapp 500 Stühle kann man sich für 2 Euro mieten, dazu kommen 1000 Stehplätze. Außerdem gibts es Getränke- und Imbisswagen. Einlass ist jeweils eine Stunde vor Spielbeginn. „Wir zeigen in diesem Jahr nur die Spiele mit deutscher Beteiligung, also mindestens drei. Wir hoffen aber natürlich, dass es sieben werden“, so Brünig weiter. Aus Sicherheitsgründen wird das Gelände eingezäunt und Straßensperren errichtet. Am Eingang werden zudem Taschenkontrollen vorgenommen.

Diesen Aufwand betreiben andere Städte bei dieser WM nicht. In Wittingen hat der HGV in der Vergangenheit im Rahmen des Sommerfestes Spiele gezeigt. Da das Fest in diesem Jahr erst im August stattfindet, geht das nicht, ein gesondertes Public Viewing ist laut Matthias Rönneberg, Ortsbürgermeister und 2. Vorsitzender des HGV Wittingen, nicht geplant.

In Celle war das gemeinsame Fußballschauen im Französischen Garten eigentlich gut besucht, doch auch dort wird in diesem Jahr kein Fußball zu sehen sein. Die Gründe dafür sind vielfältig. Einen Großteil der Schuld tragen die komplizierten Sponsoring-Vorgaben der Fifa. Aber auch der allgemeine Organisationsaufwand ist nicht zu unterschätzen. Besonders was Sicherheitsvorkehrungen betrifft, muss oft tief in die Tasche gegriffen werden.

In Wolfsburg etwa werden von der Wolfsburg Marketing GmbH im Rahmen des 80. Stadtgeburtstages Technik und Angebote für das leibliche Wohl aufgebaut, die dann auch für ein Public Viewing genutzt werden sollen – sofern die deutsche Mannschaft weit genug kommt, denn es werden nur Spiele mit deutscher Beteiligung ab dem Achtelfinale gezeigt. Auch in Uelzen wird auf vorhandene Technik zurückgegriffen: Fußball auf der großen Leinwand gibt es im Central Theater. Alle Spiele der deutschen Nationalmannschaft können zusammen angeschaut werden, der Eintritt ist frei, aber mindestens 5 Euro müssen verzehrt werden.

Von Dennis Tesch

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare