Ringelah: GW 924m in fremdem Territorium unterwegs

Problemwolf als Verkehrsopfer

Der Kadaver von GW 924m im Ringelah. Foto: privat/Remitz
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Der Kadaver von GW 924m im Ringelah. Foto: privat/Remitz

Wagenhoff – Bei dem im Wald im Westen des Gebietes Ringelah am 6. Januar geborgenen Kadaver eines männlichen Altwolfes war gestern bekannt gegeben worden, dass es sich um den in Schleswig-Holstein zum Abschuss freigegebenen Problemwolf „GW 924m“ handelt.

Der zuständige Wolfsberater Joachim Remitz teilt im IK-Gespräch mit, dass basierend auf den Ergebnissen der DNA-Analyse davon ausgegangen wird, dass das Tier bei einem Verkehrsunfall verletzt wurde. Ein Angriff durch einen anderen Wolf sei damit ausgeschlossen, dann hätte das Tier andere Verletzungen aufweisen müssen.

Remitz geht daher davon aus, dass das verletzte Tier sich noch bis zur Fundstelle geschleppt hat und dort verendet ist. Ob sich der Unfall auf der B 4 oder auf einer anderen Straße ereignet habe, sei Spekulation, denn es habe sich kein Verkehrsteilnehmer zu dem Vorfall gemeldet.

Komisch an der ganzen Sache kommt Remitz vor, dass der zugewanderte Wolf GW924m in das Territorium eines Wolfrudels eingedrungen ist, das sich – wenn auch noch nicht 100-prozentig bestätigt – im Ringelah neu angesiedelt haben soll (das IK berichtete). Ganz normal sei hingegen, so der Experte, dass Wölfe bei ihren Wanderungen – von Sachsen aus Richtung Niedersachsen oder in die Gegenrichtung – selbst große Flüsse wie die Elbe überwinden. Für sie sei das kein Problem.  pg

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