Führerschein kann auch in Niedersachsen wieder gemacht werden

Praktische Prüfung ab Montag

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Ab 18. Mai ist die praktische Führerscheinprüfung in Niedersachsen wieder möglich.

Landkreis Gifhorn – Ab Montag ist es wieder soweit: Dann können auch Niedersächsische Fahrschüler wieder die praktische Fahrerlaubnisprüfung absolvieren.

Auf der Grundlage der aktuellen niedersächsischen Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie und nach dem Abschluss verschiedener Vorbereitungsarbeiten kann der Prüfbetrieb wieder anlaufen. Allerdings müssen bei der Prüfung im Fahrzeug Schutz- und Hygienemaßnahmen eingehalten werden.

Bereits seit dieser Woche kann der praktische Unterricht bei Traktoren und Motorrädern wieder stattfinden, wie Fahrlehrer Uwe Radke, der Fahrschulen in Hankensbüttel, Wesendorf und Wahrenholz betreibt, auf IK-Anfrage mitteilt. „Die Fahrschüler bringen ihre eigenen Kopfhörer mit, dass Mikrofon ist abgedeckt und wird ansonsten gereinigt.“ Die Motorradschüler hätten mit ihren Schlauchtüchern ohnehin einen Mundschutz.

Im Auto geht es mit jetzt mit Mund-Nasen-Schutz weiter. „Die Masken und Handschuhe müssen die Schüler mitbringen. Dann passt aber auch alles“, erzählt Radke. Nach der Fahrt wird alles, womit die Fahrer in Berührung gekommen sind, abgewischt. Was einen Vorteil hat, erzählt Radke lachend: „Da lernen die dann gleich, wie man das Auto richtig pflegt.“

Beim TÜV sehe dass dann ähnlich aus, wenn es zu den Prüfungen komme, wie der TÜV NORD schreibt. Bei den Prüfungsfahrten ist der Mund-Nase-Schutz obligatorisch. Die Kommunikation im Prüfungsfahrzeug sollte auf das notwendigste Maß beschränkt werden. Alle Tätigkeiten und Prüfungsteile, die nicht unmittelbar der Fahrzeit zuzuordnen sind, wie Identitätskontrolle, Abfahr- und Sicherheitskontrolle sowie die Ergebnisbesprechung sollen grundsätzlich außerhalb des Prüfungsfahrzeuges unter Wahrung des notwendigen Abstands erfolgen. Die Fahrschulen sind angehalten, die Sauberkeit und Hygiene in den eingesetzten Prüfungsfahrzeugen sicherzustellen.

Wolfhardt Werner, der Leiter der Fahrerlaubnis-Kompetenz bei TÜV NORD, erläutert: „Die Beachtung der jeweils aktuellen Empfehlungen zur Gesunderhaltung im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie gilt für alle Beteiligten als Voraussetzung für die Prüfungsdurchführung.“

In enger Abstimmung mit den Fahrschulen und deren Verbänden solle ein möglichst reibungsloser Wiedereinstieg in den Prüfungsbetrieb ermöglicht und dem zu erwartenden erhöhten Prüfungsaufkommen unter Einhaltung aller notwendigen Schutzmaßnahmen gerecht werden. Als hilfreich erweise sich in dieser Situation auch der digitale „TÜV NORD F@hrschulservice“, mit dem der automatisierte Datenaustausch zwischen Fahrschule, TÜV NORD-Führerscheinbüro und den Prüfern sichergestellt wird.

Seit Mitte März ruhte der Fahrerlaubnis-Prüfbetrieb bei TÜV NORD Mobilität genauso wie die Fahrausbildung in den Fahrschulen. Zwar sind die theoretischen Prüfungen seit 13. Mai wieder möglich, Fahrlehrer Radke befürchtet jedoch, dass es mit der Terminvergabe schwierig wird. So finden in Gifhorn aktuell keine Theorieprüfungen statt (das IK berichtete). Die Prüflinge müssen also in die Porschestraße nach Braunschweig. Radke sagt: „Die haben am Montag von morgens bis nachmittags durchgeprüft.“ Für Fahrschüler aus dem Nordkreis könnte dies also zu einem Problem werden, zumal die Prüflinge selbst den Weg nach Braunschweig finden müssen.

Der Andrang halte sich momentan aber noch in Grenzen, sagt Radke. „Das muss alles erst einmal richtig anlaufen.“ Das werde sich noch hinziehen. Er glaubt, dass einige die Situation mit dem Corona-Virus verunsichere. Eines sei jedoch klar: „Wir arbeiten mit einem Handicap.“

VON MAX A. MORRISON

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