Sicherung sinnvoll und einfach

Polizei warnt vor steigendem Fahrrad-Klau: Auch Diebe gehen auf Tour

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Gut gesichert: Wie von der Polizei geraten, sollten Fahrräder mit einem geeigneten Schloss an einem festen Gegenstand angeschlossen werden.

Gifhorn. Den Frühjahrsputz verlagern viele Menschen nach außerhalb der vier Wände. Wenn die Temperaturen steigen, werden die Fahrräder aus Kellern sowie Garagen geholt, gesäubert und für die erste große Tour fitgemacht.

Damit beginnt aber auch für Fahrraddiebe die Hochsaison.

Und die auf Zweiräder fixierten Diebe sind sehr aktiv: In den vergangenen sechs Jahren registrierte die Polizei bundesweit immer mehr als 300 000 Fälle von Fahrrad-Diebstahl. Im Landkreis Gifhorn wurden im letzten Jahr 397 Fälle gemeldet. Der Rückgang um 124 Taten bedeutet den niedrigsten Wert der letzten fünf Jahre. Dies, so Jürgen Schmidt, Leiter der Gifhorner Kriminalpolizei, offenbare aber nicht das wahre Ausmaß. „Beim Fahrraddiebstahl gibt ein sehr hohes Dunkelfeld.“

Das Fahrrad zu sichern, ist also sinnvoll und simpel. „Schon einfache Mittel reichen, um Fahrräder zu schützen“, sagt Gerhard Klotter, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Ein geeignetes Schloss, um das Rad anzuschließen und eine individuelle Kennzeichnung gehören dazu.

Am besten eignen sich massive Stahlketten, Bügel- oder Panzerkabelschlösser. Dünne Ketten oder Kabel- und Bügelschlösser mit dünnen Bügeln sind ungeeignet, da Diebe solche „Sicherungen“ ohne größeren Aufwand durchschneiden können. Die Schlösser sollten außerdem groß genug sein, um das Rad – ganz wichtig – an einem festen Gegenstand anschließen zu können. Nur das Vorder- und Hinterrad zu blockieren, reicht als Schutz nicht aus. Diebe können blockierte Räder mühelos wegtragen oder verladen.

Wichtig ist zudem, die Fahrrad-Daten (Rahmennummer, Name, Anschrift des Besitzers und Foto) zu dokumentieren. So kann die Polizei das gestohlene Rad auffinden und schnell dem rechtmäßigen Besitzer zuordnen. Zu diesem Zweck gibt es Fahrradpässe, für Smartphone-Besitzer auch als App. Möglich ist auch eine Fahrradcodierung (mit Kraftfahrzeugkennzeichen, Gemeindeschlüssel, Straßenschlüssel, Hausnummer und Initialen). Diese führt zur Wohnanschrift des Eigentümers. Wo Fahrradbesitzer ihr Rad codieren lassen können, erfahren sie im Fachhandel.

Weitere Tipps erhalten Interessierte aber auch in dem Faltblatt „Guter Rat ist nicht teuer. Und der Verlust Ihres Rades?“, das bei den örtlichen kriminalpolizeilichen Beratungsstellen ausliegt oder im Internet heruntergeladen werden kann.

Von Matthias Jansen

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