Gefahren verhindern

Polizei im Kreis Gifhorn: Bodycams für mehr Sicherheit im Einsatz

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Polizeihauptkommissar Ingo Patzke und die stellvertretende Polizeisprecherin Manuela Hahne stellten die Bodycams vor.

Landkreis Gifhorn – Die Polizisten im Kreis Gifhorn werden in Zukunft mit einer neuen Technologie in ihrem Arbeitsalltag unterstützt: In anderen Polizeistationen schon angewandt, sollen nun auch die Beamten in der Region mit sogenannten Bodycams ausgestattet werden.

Die an der Ausrüstung befestigten Kameras sollen den Polizisten in gefahrenträchtigen Situationen Schutz bieten.

„Im Alltag der Polizisten kommt es immer wieder zu brenzligen Situationen“, berichtet Hauptkommissar Ingo Patzke von der Gifhorner Polizeiinspektion. „Es gibt Fälle, die im Nachhinein sehr schwer zu beurteilen sind. In wenigen Augenblicken kann eine Situation völlig aus dem Ruder laufen.“ In diesen von Patzke angesprochenen Momenten seien die handelnden Polizisten einer unkalkulierbaren Gefahr ausgesetzt, die mit den Bodycams eingebremst werden soll.

„Es geht bei dieser Maßnahme darum, eine Gefahrensituation auf eine Sachebene zu bringen“, erklärt auch Hauptkommissarin Manuela Hahne, die Gifhorns Polizei seit 2018 als stellvertretende Pressesprecherin vertritt. Die Bodycams müssen von den Beamten bewusst eingeschaltet werden, damit sie eine Situation in Ton und Bild aufnehmen können. Neuland für die Polizeiinspektion in Gifhorn. Auch die Polizeikommissariate in Meinersen, Meine und Wittingen erhalten je eine Bodycam. „Es handelt sich dabei um Aufnahmen an öffentlichen Plätzen, die zu keinem Zeitpunkt geheim oder verdeckt ablaufen sollen“, betont Hauptkommissar Patzke.

Die Aufnahmen können für Strafverfahren verwendet werden. „Das Material wird auf unserem Computern gespeichert. In der Regel dauert es 28 Tage, bis altes Material von neuen Datensätzen überspielt wird“, sagt Hahne. Die Polizisten hoffen, dass mit dem Hinweis auf die Möglichkeit des Filmens Gefahrensituationen verhindert werden können. „Wir werden uns mit dem System intensiv befassen, da sind wir natürlich noch Neulinge“, so Patzke. Ab sofort sollen die Geräte in der Region zum Einsatz kommen. „Wir sind offen für diese neue Technologie.“

VON HILKE BENTES

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