Tatwaffe noch nicht gefunden / Weitere Ermittlungen zu „Fake News“

Polizei fasst Gifhorner Messerstecher

nre Gifhorn. Nach einer Messerattacke auf einen 28-jährigen Wolfsburger in Gifhorn meldet die Polizei einen Ermittlungserfolg: Den Beamten ging der mutmaßliche Täter ins Netz.

In einer Pressemitteilung heißt es, bei dem ermittelten Mann handele es sich mit „großer Wahrscheinlich“ um die Person, die am vergangenen Sonnabend mehrmals auf den 28-Jährigen einstach. Dieser war schwer verletzt worden.

Gesucht wird weiterhin nach der Tatwaffe. Eine Suchaktion noch am Wochenende, an der sich mehrere Beamte und auch zwei Suchhunde der Polizeidirektion Braunschweig beteiligten, verlief ohne Ergebnis. Die Polizei bittet Anlieger der Herzog-Franz-Straße, der Lindenstraße, des Wallgartens, des Schleusendamms, des Gerberwegs, der Xanthistraße, der Michael-Clare-Straße und des Schulplatzes sowie benachbarter Straßen, in ihren Gärten nach einem Messer Ausschau zu halten.

Die Polizei ermittelt indes im Zusammenhang mit der Messerattacke auch wegen des Verbreitens von unwahren Behauptungen. In sozialen Netzwerken war eine Meldung verbreitet worden, wonach das Opfer der Tat ein Mädchen gewesen sein soll, dass von mehreren Flüchtlingen erstochen worden sein soll. Diese Geschichte sei frei erfunden, erklärte die Polizei noch am Wochenende. Der Urheber und womöglich jene, die die Meldung in den sozialen Netzwerken weiter verbreitet haben, müssen nun mit Strafen rechnen. Ermittelt werde wegen des Vortäuschens einer Straftat, sagt der Gifhorner Polizei-Polizeisprecher Thomas Reuter auf IK-Nachfrage. Der Straftatbestand sieht Geldstrafen oder sogar in schweren Fällen eine Haft vor.

Nach der Ansage der Polizei, wegen der „Fake News“ ermitteln zu wollen, habe sich gestern ein Nutzer des sozialen Netzwerks Facebook bei der Gifhorner Polizei gemeldet. Er habe die Meldung im Glauben, sie sei wahr, weiterverbreitet und bedauerte nun sein Handeln, so Reuter.

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