Das dritte Mitglied

Die Partei: In Gifhorn will sich nun ein Kreisverband gründen

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Genug für die Gründung: Mit Bettina Liebe (Mitte hinten) hat die Die Partei nun drei Mitglieder im Landkreis. 

Gifhorn – Auf Bundesebene gibt es Die Partei schon lange, mit Martin Sonneborn hat sie sogar einen Abgeordneten im Europarlament. Auch im Landkreis Gifhorn gibt es Sympathisanten, aber noch keinen Kreisverband.

Das wollen Julian Hüfler aus Gifhorn und Tony Krahl aus Wittingen ändern. Das Problem: Zur Gründung eines Kreisverbands braucht man mindestens drei Mitglieder, und bisher gab es eben nur diese zwei.

Beim offenen Stammtisch am Samstagabend in Mr. Barman’s Bier- und Weinkeller wurde nun ein drittes Mitglied gefunden: Bettina Liebe, bis vor kurzem einer großen Volkspartei zugehörig, unterschrieb da den Mitgliedsantrag. „Damit sind wir drei und können einen Kreisverband gründen“, sagte Krahl. Das soll nun auch zeitnah geschehen. Man werde sich in den nächsten Wochen zusammensetzen, um alles zu besprechen.

Unterstützung bekamen die Gifhorner vom Kreisverband Wolfenbüttel, deren Mitglieder man durch Partei-interne Schulungen schon kenne. Den gibt es bereits, und einige Mitglieder hatten sich am Samstag auf den Weg nach Gifhorn gemacht, um die Partei-Freunde in Gifhorn zu unterstützen.

Für die Teilnahme an den Bürgermeisterwahlen und der Europawahl im Mai kommt die Kreisverbandsgründung zu spät, konzedierte Krahl. Man richte das Augenmerk daher auf die kommenden Kommunal-, Landtags- und Bundestagswahlen. Auch Pläne für die politische Arbeit sind noch nicht fix, dafür werde man sich noch intern zusammensetzen, um zu sehen, wie man seine Themen ansetzen könne. „Aber wir wollen uns mit allen relevanten Themen beschäftigten“, bekräftige Krahl.

Außer Spaßthemen werde es auch Ernsthaftes geben, aber immer mit Satire verwoben. „Wir schießen zunächst von außerhalb, wir wollen auf gesellschaftliche Missstände aufmerksam machen“, stellte Krahl klar. Aber man werde einen Fuß vor den anderen setzen.

Erfolge hatte die Partei bereits. 443 Stimmen entfielen bei der Landtagswahl im Oktober 2017 im Landkreis auf Die Partei, die sich die Farbe Grau wie die Anzüge gewählt hat. Das entsprach 0,52 Prozent des Gesamtergebnisses. Und warum gibt es in Gifhorn noch keinen Kreisverband? Denn immerhin gibt es nicht mehr viele weiße Flecken in Niedersachsen. „Es hat in Gifhorn niemand vorangetrieben“, sagte Krahl.

Das wollten Hüfler und Krahl vor einem halben Jahr ändern. Immerhin hat Die Partei 31.500 Mitglieder bundesweit und damit rund halb so viele wie die Grünen oder die FDP und mehr als die AfD. Bei dem nun möglichen Gründungsstammtisch werden auch Mitglieder des Landesvorstands erwartet, dazu kommt eine Anmeldung beim Bundesverband. Und für weitere Mitglieder sei man jederzeit offen, sagte Krahl.

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