Landkreis Gifhorn: Jetzt Rückkehr zu üblichem Niveau

Pandemie bremst Lebensmittelkontrollen

Die VMTA Lisa Merscher entnimmt am 14.02.2013 im Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe in Münster (Nordrhein-Westfalen) eine Fleisch-Probe.
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Die Lebensmittelkontrollen im Landkreis Gifhorn mussten vorübergehend auf ein Minimum beschränkt werden, laufen nun aber wieder in vollem Umfang.
  • Dennis Klüting
    vonDennis Klüting
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Landkreis Gifhorn – Starke Auswirkungen hatte die Corona-Pandemie bisher auch auf die Lebensmittelkontrollen im Landkreis Gifhorn, wie Kreisveterinär Dr. Martin Ruppert dem Kreissozialausschuss in dessen jüngster Sitzung berichtete.

So wurden Lebensmittelkontrolleure ans Gesundheitsamt abbeordert, um bei der Nachverfolgung von Kontakten zu unterstützen. „Entsprechend mussten wir alles auf das absolut notwendige Minimum beschränken“, erklärte Ruppert. „Alle anderen Kontrollen mussten wir aussetzen. Die Pandemiebekämpfung hat Vorrang.“

Gerade bei der Wiederöffnung der Geschäfte habe es große Unsicherheiten unter den Gewerbetreibenden gegeben: „Wie müssen beispielsweise Gläser gewaschen werden?“, führte Ruppert auf. Plankontrollen und Proben habe es in dieser Zeit weniger gegeben als sonst, der Fokus wurde auf anlassbezogene Kontrollen gesetzt. „Insgesamt gab es in Läden und Geschäften sehr unterschiedliche Situationen“, so der Kreisveterinär. Zudem habe man die Zeit genutzt, um Fachprogramme zu aktualisieren. Aktuell seien „alle wieder am Start“, es habe 96 Plankontrollen, 8 anlassbezogene Kontrollen sowie 81 Proben gegeben. „Wir arbeiten wieder ungebremst“, so Ruppert.

Die Antibiotika-Minimierung in der Nutztierhaltung sei wichtig, um die Bildung multiresistenter Keime zu vermeiden. „Aber sie ist eben auch nur ein Faktor von vielen“, sagte Ruppert. Seine Kollegin Dr. Ann-Kathrin Mork erklärte, dass der Landkreis zuständig sei für die Überwachung der Tierhaltung und der landwirtschaftlichen Nutztiere. Die Antibiotika-Minimierung, für die aktuell noch das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) zuständig sei, soll im Zuge einer Neuordnung der Überwachung auf den Landkreis übertragen werden. Die Rahmenbedingungen seien aber noch nicht ausgehandelt. „Generell steht der Landkreis dem positiv gegenüber“, sagte Mork. „Es gibt einige Synergieeffekte, die man nutzen kann.“ Allerdings sei der Landkreis Gifhorn zwingend auf die Unterstützung des Landes angewiesen, um diese Aufgabe übernehmen zu können.

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