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Olympias Glanz im Landkreis?

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Hamburg will sich für die Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele 2024, gegebenfalls 2028, bewerben.
Hamburg will sich für die Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele 2024, gegebenfalls 2028, bewerben. © dpa

Landkreis Gifhorn. Fast pünktlich zum Frühjahrsanfang sprießen in Norddeutschland Olympiaträume: Seit Montag ist Hamburg deutscher Kandidat für die Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele 2024 oder 2028.

Marlis Duda
Marlis Duda © Privatfoto

Großereignisse wie das Weltfest des Sports strahlen meist über eine Stadt beziehungsweise Region hinaus. Auch das Land Niedersachsen hofft auf ein Stück des Olympia-Kuchens, sollten die Spiele tatsächlich an Alster und Elbe stattfinden. Ob die fünf olympischen Ringe allerdings bis in den Landkreis Gifhorn ihre Kreise ziehen, da ist man bei Tourismus Südheide Gifhorn zurzeit noch ein wenig skeptisch. „Mögliche Auswirkungen für unseren Landkreis sind schwer abzuschätzen“, sagt Südheide-Geschäftsführerin Marlis Duda.

Dabei hat man im Landkreis bereits Erfahrungen mit einem Großereignis in der Nachbarschaft gemacht. Nämlich vor 15 Jahren, als 2000 die Weltausstellung Expo in der gut 60 Kilometer von der Kreisstadt Gifhorn entfernten Landeshauptstadt Hannover stattfand. Die Mega-Schau dauerte seinerzeit fünf Monate und zog rund 18 Millionen Besucher. Nur: „Von der Expo 2000 hat man sich im Landkreis viel versprochen, aber nur ein bisschen an Effekten gespürt“, weiß Duda. Bei Olympia in Hamburg wäre die Entfernung noch größer. Von Gifhorn bis zum Olympiastadion im Hamburger Hafen wären es rund 150 Kilometer.

Nichtsdestotrotz sagt Duda: „Gleichwohl muss man die Fühler ausstrecken und Kontakte knüpfen.“ Bis nach Luhmühlen, wo die Vielseitigkeitsreiter aufsitzen sollen, sind es von Wittingen 80 Kilometer. „Es könnten auch, in Zusammenarbeit mit den hiesigen Busunternehmen und Reiseveranstaltern, zusätzliche Routen zum Besuch von Einzelveranstaltungen in Verbindung mit den Eintrittskarten angeboten werden“, schlägt Landrat Andreas Ebel vor.

Ein Problem hat Hamburg: zu wenig Übernachtungsmöglichkeiten. Mindestens 42 000 wünscht das Internationale Olympische Komitee, aktuell verfügt die Stadt nur über 16 0 00 Betten.

Von Jens Schopp

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