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ÖPNV wird ab Januar um 3,1 Prozent teurer

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Von: Paul Gerlach

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Kinder mit Corona-Masken steigen in einen Bus ein.
Zum 1. Januar steigen die Ticket-Preise im ÖPNV im Gebiet des Verkehrsverbundes Region Braunschweig (VRB) durchschnittlich um 3,1 Prozent. © dpa

Braunschweig – Zum 1. Januar steigen die Ticket-Preise im ÖPNV im Gebiet des Verkehrsverbundes Region Braunschweig (VRB) durchschnittlich um 3,1 Prozent.

„Wir kommen nicht umhin, unsere Ticketpreise anzuheben“, erläutert VRB-Geschäftsführer Ralf Sygusch. „Die deutlich höheren Energie- und Spritpreise sowie gestiegene Personalkosten bei den Verkehrsunternehmen sollen auf diese Weise zumindest ein wenig aufgefangen werden. Wir liegen mit dem Preisanstieg deutlich unter der aktuellen Inflationsrate.“

So steigen die Preise für die Einzelfahrscheine zwischen 10 Cent im Stadttarif und 50 Cent in Preisstufe 4. Abonnements sind mit einer Preiserhöhung um die 2 Prozent in geringerem Maße von der Tarifmaßnahme betroffen. „Uns ist es in der jetzigen Situation wichtig, alle, die regelmäßig auf den ÖPNV angewiesen sind, so wenig wie möglich zusätzlich zu belasten“, ergänzt Geschäftsführer Jörg Reincke. So kostet beispielsweise ab 2023 das Plus-Abo im Stadttarif 1,20 Euro mehr und in Preisstufe 4 sind es 2,80 Euro mehr.

Die Schüler-Monatskarten und -Jahreskarten sind von der Preisanpassung ausgenommen. Neu eingeführt wird die von vielen Fahrgästen gewünschte 8er-Fahrradtageskarte zum Preis von 16,20 Euro. Analog zur 8er-Tageskarte können Fahrgäste acht Tickets am Stück kaufen – mit einem Preisvorteil von 22 Prozent. Ein einzelnes Ticket kostet dann nur 2,03 Euro statt 2,60 Euro. Damit wird eine rabattierte Bevorratung auch bei Fahrradtageskarten möglich.

Mitte Oktober haben sich die Verkehrsminister von Bund und Ländern auf ein Klimaticket für 49 Euro verständigt, das bundesweit im gesamten öffentlichen Nahverkehr gelten soll. Dieses Nachfolgeprodukt des 9-Euro-Tickets soll als Abonnement aufgelegt werden, mit monatlicher Kündigungsfrist. Wie es genau aussehen und wann es in 2023 eingeführt wird, steht noch nicht fest. Klar ist, im VRB wird es pünktlich zum Start verfügbar sein, auch für alle VRB-Abonnenten.

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