1. az-online.de
  2. Isenhagener Land
  3. Gifhorn

Notstrom stellt Wasserversorgung bei Blackout sicher

Erstellt:

Von: Holger Boden

Kommentare

Aus einem Wasserhahn sprudelt Wasser in ein Glas.
Lebenswichtiges Nass: Der Wasserverband Gifhorn hat seine Wasserwerke mit Notstrom abgesichert, so dass auch bei einem Blackout das Wasser für einen langen Zeitraum weiter aus dem Hahn kommt. © Patrick Pleul

Landkreis Gifhorn – Deutschland diskutiert über einen möglichen Blackout. Kein Strom, kein Kühlschrank. Und auch keine Waschmaschine, kein Fön, kein Fernseher. Der PC bleibt natürlich auch aus. Doch was würde ein längerer Stromausfall für die Trinkwasserversorgung bedeuten? Das IK hat beim Wasserverband Gifhorn nachgefragt, wie dieser auf einen eventuellen Blackout vorbereitet ist. Die gute Nachricht: Für eine ganze Weile könnten die Wasserwerke mit Notstrom betrieben werden.

Laut Geschäftsführer Andreas Schmidt gibt es Maßnahmenpläne für die Trinkwasserversorgung und für die Abwasserentsorgung, in denen für mögliche Betriebsstörungen – darunter auch Stromausfälle – Anweisungen und Abläufe festgelegt sind, die die Versorgungssicherheit gewährleisten sollen: „Die Maßnahmenpläne werden laufend aktuell gehalten und mit den Behörden abgestimmt.“

In allen Wasserwerken des Wasserverbands Gifhorn gibt es laut Schmidt eine netzunabhängige Stromversorgung durch Notstromaggregate: „Die Trinkwasserversorgung ist daher auch bei einem Stromausfall gewährleistet. Bei einem mehrtägigen Stromausfall muss allerdings die Versorgung mit Kraftstoff sichergestellt werden, damit ein Dauerbetrieb der Wasserwerke erfolgen kann.“ Allerdings sei dafür eine hohe Sicherheit gegeben, denn: „Es bestehen grundsätzlich ausreichende Treibstofflager im Landkreis Gifhorn.“

Damit gibt es in solch einem Fall auch keine Haushalte, die als Gewinner oder Verlierer dastehen, weil sie beispielsweise geografischen günstig oder ungünstig liegen. Schmidt: „Die Versorgung erfolgt in unserem Versorgungsgebiet ausschließlich durch Pumpendruck. Gebiete, in denen die Versorgung durch Gefällezufluss aus höher gelegenen Behältern erfolgen kann, gibt es bei uns nicht.“

Doch welchen Plan gibt es für den Fall, dass doch mal kein Wasser aus den Hähnen kommt – was ja auch bei größeren Problemen durch Rohrbrüche der Fall sein könnte? Bei lokalen Störungen, so Schmidt, erfolge eine Notversorgung aus mobilen Wasserbehältern. Dies sei allerdings nicht flächendeckend möglich. Was bei einem lokal begrenzten Schaden ja auch nicht nötig wäre.

Generell verweist Schmidt aber auch auf die mittlerweile vieldiskutierten Hinweise des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe: „Es gibt Empfehlungen der Regierung, einen gewissen Vorrat an Grundnahrungsmitteln und Trinkwasser im Hause zu haben. Dies ist sicherlich sinnvoll.“

Auch interessant

Kommentare