Gassigehen bleibt erlaubt

Notbremse im Kreis Gifhorn: Die Rückkehr der nächtlichen Ausgangssperre

Eine Frau geht mit ihrem Hund in der Dämmerung spazieren.
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Gassigehen bleibt erlaubt: Im Kreis Gifhorn gilt mit der Notbremse auch wieder eine nächtliche Ausgangssperre.
  • Holger Boden
    vonHolger Boden
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Landkreis Gifhorn – Nun ist es passiert: Weil die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Gifhorn am Montag am dritten Tag in Folge über 100 lag, gilt im Kreisgebiet ab Mittwoch, 12. Mai, die Bundesnotbremse. Das bedeutet die Rückkehr der nächtlichen Ausgangssperre (22 bis 5 Uhr) sowie der 1+1-Regel bei privaten Kontakten. Vor dem Friseurbesuch wird jetzt ein Corona-Test fällig. Zudem kommt es zu erneuten stärkeren Einschränkungen für Handel und Gastronomie – nur zwei Tage, nachdem Restaurants und Cafés erstmals wieder die Tische nach draußen stellen durften.

113,3. 109,9. Und wieder 113,3. Das sind die Zahlen, die von Samstag bis Montag den Weg des Landkreises Gifhorn hin zum erneuten Status der Hochinzidenzkommune bereitet haben. Laut Bundes-Infektionsschutzgesetz wird damit ab Mittwoch die Notbremse gezogen. Die vom Robert-Koch-Institut veröffentlichten Zahlen sind maßgeblich, der Landkreis hat keinen Ermessens- oder Interpretationsspielraum. Die Bundesnotbremse wird aufgehoben, wenn sich der Landkreis Gifhorn an fünf Werktagen in Folge mit seiner 7-Tage-Inzidenz unter 100 befindet, dann gilt wieder die niedersächsische Corona-Verordnung. Weil am Donnerstag Feiertag ist, können die Regeln der Notbremse frühestens Ende kommender Woche aufgehoben werden, zumal nach fünf Tagen unter 100 noch ein Tag für die Veröffentlichung der Allgemeinverfügung gebraucht wird. In der Nachbarschaft war die Notbremse bereits in Wolfsburg und Salzgitter sowie im Kreis Peine gezogen worden.

Derweil haben die seit Montag – und vorerst nur noch am Dienstag, 11. Mai – geltenden Bestimmungen für viel Kritik gesorgt. Durch Testpflicht-Regeln sehen viele Betriebe des Einzelhandels sich noch schlechter gestellt als bisher. Auch aus der Gastronomie kommt der Vorwurf mangelnder Praktikabilität. Mit Blick auf die ab Mittwoch geltende Notbremse verzichtete am Montag mancher Gastronom auf die Möglichkeit, Plätze im Freien anzubieten. Auch aus Wittingen kam alles andere als Begeisterung über die neue Corona-Verordnung des Landes, die vom Landkreis Gifhorn ebenfalls stark kritisiert wurde.

Für Schulen und Kitas ändert sich vorerst nichts. Die ausführlichen Bestimmungen, die mit der Bundesnotbremse im Landkreis Gifhorn verbunden sind, finden sich in der Print-Ausgabe des Isenhagener Kreisblatts vom 11. Mai.

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