Beitrag zur Energiewende

Neue Windräder: Großraum rechnet mit 1,5-Milliarden-Invest

Neue und erweiterte Vorranggebiete: Die Skizze des Regionalverbands Großraum Braunschweig zeigt das künftige Windkraft-Szenario im Gifhorner Nordkreis.
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Neue und erweiterte Vorranggebiete: Die Skizze des Regionalverbands Großraum Braunschweig zeigt das künftige Windkraft-Szenario im Gifhorner Nordkreis.

Isenhagener Land – Der Regionalverband will die Windkraft-Fläche im Großraum Braunschweig mehr als verdoppeln – aus 3100 Hektar bestehender Vorrangfläche sollen 6770 Hektar werden.

Das steht in dem gut 7000 Seiten starken Papier, das am 21. Februar vom Ausschuss für Regionalentwicklung beraten und am 14. März von der Regionalversammlung verabschiedet werden soll.

Wie viele Windräder an den einzelnen Standorten neu gebaut werden (mitunter werden auch bestehende durch leistungsfähigere ersetzt), legt der Regionalverband in seinem Raumordnungsprogramm nicht fest. Investoren müssen Baugenehmigungen beantragen. Bevor sie das tun können, muss die regionale Windkraft-Novelle eine letzte Hürde nehmen: Wenn die Regionalversammlung grünes Licht gibt, hat das Amt für regionale Landesentwicklung danach drei Monate Zeit, seine Genehmigung auszusprechen.

Dann endet nach fast acht Jahren eine langwierige Planung, die im Oktober 2011 eingeleitet wurde. Bei drei Öffentlichkeitsbeteiligungen gingen 4100 Stellungnahmen mit 22.000 Einzelhinweisen ein, die vom Regionalverband ausgewertet und abgewogen werden mussten. Dort ist man sicher, durch die sorgfältige Bearbeitung ein rechtssicheres Ergebnis erreicht zu haben.

Der Verbandsvorsitzende Detlef Tanke rechnet damit, dass regionsweit ein Investitionsvolumen von bis zu 1,5 Milliarden Euro ausgelöst wird. Mit dem Prinzip der Ausweisung von Vorrangstandorten und der damit verbundenen Bündelung verhindere man eine „Verspargelung“ der Landschaft. Verbandsdirektor Hennig Brandes betont dies: Das Verfahren halte 98,7 Prozent des 509.000 Hektar großen Verbandsgebietes frei von Windrädern.

Die Windenergie-Pläne des Regionalverbandes sind Teil der von der Bundesregierung angestrebten Energiewende. Die CO2-Einsparung soll mit den 250 neuen Windrädern von 0,93 auf 2,17 Millionen Tonnen pro Jahr steigen.

VON HOLGER BODEN

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