Vermillion darf für fünf Jahre weite Teile des Nordkreises erkunden

Neue Suche nach Öl und Gas

+
Im neuen Erlaubnisfeld „Aller“ (orange Farbe), das sich auch auf weite Teile der Stadt Wittingen sowie der Samtgemeinden Hankensbüttel und Wesendorf erstreckt, darf das Unternehmen Vermillion jetzt fünf Jahre lang nach Erdöl und Erdgas suchen.

Gifhorn/Celle. Die Vermillion Energy Germany GmbH & Co. KG mit Sitz in Berlin-Schönefeld darf in den Landkreisen Gifhorn und Celle nach Kohlenwasserstoffen – also nach Erdöl und Erdgas – suchen.

Gifhorn/Celle. Die Vermillion Energy Germany GmbH & Co. KG mit Sitz in Berlin-Schönefeld darf in den Landkreisen Gifhorn und Celle nach Kohlenwasserstoffen – also nach Erdöl und Erdgas – suchen. Diese Erlaubnis hat das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) jetzt erteilt. Das sogenannte neue Erlaubnisfeld „Aller“ ist rund 600 Quadratkilometer groß und erstreckt sich auch auf weite Teile der Stadt Wittingen und der Samtgemeinden Hankensbüttel und Wesendorf (siehe Planskizze).

Bei der Prüfung des Erlaubnisantrags hat das LBEG nach eigenen Angaben die Stellungnahmen der Landkreise Gifhorn und Celle berücksichtigt. Auch die Gemeinden im betreffenden Gebiet hatte das LBEG über den Antrag informiert. Deren Stellungnahmen seien ebenfalls ausgewertet worden.

Mit der Erlaubnis hat sich Vermillion ab dem 1. Mai 2017 für fünf Jahre das alleinige Recht gesichert, in diesem Gebiet nach Kohlenwasserstoffen zu suchen. Technische Maßnahmen wie zum Beispiel Bohrungen sind in dieser Erlaubnis nicht enthalten.

Nach der Erteilung einer Aufsuchungserlaubnis startet der Inhaber laut LBEG in der Regel ein umfassendes Rechercheprogramm. Dazu gehört zum Beispiel das Sammeln bereits bestehender Bohrdaten oder von Gesteinsproben. Oft werden geowissenschaftliche Daten über den Untergrund eingekauft und analysiert.

Fällt eine solche Recherche positiv aus, kann das Unternehmen in einem zweiten Schritt Betriebspläne für technische Erkundungsmaßnahmen (keine Förderung) wie seismische Untersuchungen oder Bohrungen beim LBEG einreichen. Über diese Betriebspläne entscheidet das LBEG dann als Bergbehörde auf der Grundlage des Bundesberggesetzes und des Verwaltungsverfahrensgesetzes. Dabei werden die betroffenen Gemeinden als Planungsträger und die in ihrem Aufgabenbereich berührten Behörden (zum Beispiel Landkreise als untere Wasserbehörde) beteiligt. Auch Umweltbelange wie etwa Wasserrecht, Naturschutzrecht und Immissionsschutzrecht fließen laut LBEG in eine solche Entscheidung ein.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare