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Neue IGS: Jetzt entscheidet die Landesschulbehörde

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Evelin Wißmann
Evelin Wißmann

Landkreis Gifhorn. Der Landkreis stellt die Weichen für die Einrichtung einer zweiten Integrierten Gesamtschule (IGS) nach der bestehenden in der Sassenburg. Am Mittwoch hat die Kreisverwaltung die neue Schulform bei der Landesschulbehörde beantragt.

Das teilte Kreisrätin Evelin Wißmann gestern mit. Nach dem mehrheitlichen Beschluss des Kreistages soll die neue fünfzügige IGS zum Schuljahr 2013/14 am Gifhorner Lehmweg eingerichtet werden (das IK berichtete). Geplant sind zunächst die Jahrgänge 5 bis 10 – mit einer späteren Option auf eine gymnasiale Oberstufe. „Wir sind voller Hoffnung, dass wir den Antrag genehmigt bekommen“, sagt Wißmann.

Jetzt liegt auch das Endergebnis der Befragung des Landkreises zur geplanten IGS vor. Im September und Oktober waren die Eltern von 4116 Kindern aus 24 Grundschulen der Klassenstufen 1 bis 4 befragt worden. Sie wohnen im Einzugsgebiet der neuen IGS, also in der Stadt Gifhorn, den Samtgemeinden Isenbüttel, Papenteich und Meinersen sowie in den Orten Wagenhoff und Ummern. 2417 der ausgegebenen Bögen lagen dem Kreis zur Auswertung vor – die Rücklaufquote betrug somit fast 59 Prozent. Davon bekundeten 1014 Eltern das grundsätzliche Interesse an einer IGS am Lehmweg.

„In Verbindung mit der auf zehn Jahre prognostizierten Schülerzahlen-Entwicklung konnte auf den gesamten Zeitraum ein deutlich höheres Interesse festgestellt werden als die rechtlich notwendigen 120 Schüler pro Jahr“, so Wißmann. Im Schnitt hätten 24,65 Prozent der befragten Eltern angekreuzt, ihr Kind auf die neue IGS schicken zu wollen. Das sind mehr als 250 Schüler pro Jahrgang. Die höchste Zustimmung gab es in der Samtgemeinde Isenbüttel (34,14 Prozent), die niedrigste Quote in der Samtgemeinde Meinersen (16,59 Prozent).

Negative Auswirkungen auf die anderen Schulen erwartet Wißmann durch die neue IGS nicht: „Wir haben die Schulbezirke so geschnitten, dass beiden IGSen gut bedient sind und ihre Lebensfähigkeit für einen langen Zeitraum haben.“

Von Bernd Schossadowski

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