Kreis und Samtgemeinden übernehmen Koordinierung der Lernförderung

Nachhilfe neu organisiert

Die Koordinierung von Nachhilfelehrern im Rahmen der Lernförderung wird im Landkreis neu organisiert.
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Die Koordinierung von Nachhilfelehrern im Rahmen der Lernförderung wird im Landkreis neu organisiert.

Landkreis Gifhorn. Das Aus für die bisherige Koordinierung der Lernhilfe im Landkreis Gifhorn: Die Kreisverwaltung hat in Abstimmung mit den Samtgemeinden den Vertrag mit der kreiseigenen gemeinnützigen Bildungs- und Kultur GmbH nicht verlängert.

Die bereits vom Kreistag in seiner letzten Sitzung 2013 freigegebenen 42 000 Euro werden nicht an die Bildungs GmbH ausgezahlt.

„In Abstimmung mit den Samtgemeindebürgermeistern sind wir der Meinung, dass wir das Geld sparen können“, sagt Erste Kreisrätin Evelin Wißmann. Die so genannte Lernförderung wird aus dem 2011 eingeführten Bildungspaket der Bundesregierung bezahlt. Kinder aus sozial schwachen Familien wird aus diesem Topf eine Nachhilfe finanziert. Meist wandten sich die Schulen an die Bildungs GmbH des Kreises und wiesen sie auf Kinder hin, die einer Förderung bedurften, deren Familien das aber aus finanziellen Gründen nicht leisten konnten. Die eingerichtete Stelle bei der Bildungs GmbH sorgte dann für die entsprechende Unterstützung und kümmerte sich zum Teil auch um die Erreichbarkeit. Dies geschah in enger Kooperation mit den örtlichen Schulen.

Die Aufgabe ist nun für die Bildungs GmbH weggefallen. Für die Kinder, die bereits in einer Förderung sind, ändere sich erst einmal nichts. „Neue Anträge oder Anträge auf Lernförderung, die nach den Halbjahreszeugnissen eingegangen sind, müssen jetzt von den Samtgemeinden bearbeitet werden, die die Koordination der Lehrkräfte in Eigenregie übernehmen“, sagt Wißmann. Zwischen der Samtgemeinde Hankensbüttel und dem Kreis existiere ein öffentlich-rechtlicher Vertrag, wonach der Kreis die Aufgabe gegen Kostenbeteiligung übernehme. Die Koordinierung hatte er bisher an die GmbH delegiert. „Wie es nun weiterläuft, müssen wir jetzt besprechen“, so Wißmann. Andere Samtgemeinden denken laut Wißmann über die Einstellung von Sozialarbeitern nach.

Neu orientieren müssen sich nun die diversen Nachhilfelehrer. Zwischen einigen von ihnen und der kreiseigenen GmbH habe es Honorarverträge gegeben. Da ist zwischen den Partnern nun die Geschäftsgrundlage weggefallen. „Eltern haben sich zum Teil mit ihren Bewilligungen aus dem Teilhabepaket selbst einen Nachilfelehrer organisiert“, sagt die Kreisrätin.

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