Gebühren im Landkreis wahrscheinlich die nächsten zwei Jahre stabil

Müllmengen gesunken

Zurzeit läuft in Wittingen Sperrmüll-Abfuhr. Im gesamten Kreis ist im vergangenen Jahr mehr Sperrmüll angefallen.
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Zurzeit läuft in Wittingen Sperrmüll-Abfuhr. Im gesamten Kreis ist im vergangenen Jahr mehr Sperrmüll angefallen.

Landkreis Gifhorn. Die Menschen im Landkreis haben im vergangenen Jahr etwas weniger Hausmüll (Graue Tonne, Sperrmüll) produziert als 2012. Das geht aus der Abfallstatistik der Landkreises hervor. Sorge bereitet den Verantwortlichen hingegen der Metallschrott.

Der wird auf Anforderung zusammen mit Haushaltsgroßgeräten abgefahren. Gerade mal 160 Kilogramm Metallschrott sind aufgeladen worden.

32 779 Tonnen Hausmüll sind von der Abfuhr im vergangenen Jahr abtransportiert worden. Im Jahr davor waren es 33 208 Tonnen. Ein Grund dürfte nach Aussage des Kreises die Reduzierung der Behältergrößen im Geschosswohnungsbau sein.

Gestiegen sind indes die Tonnagen bei Sperrmüll und von Abfall-Anlieferungen per Pkw an der Recyclingstation. Beim Sperrmüll waren es 5733 Tonnen (5615 t), und bei den Pkw-Anlieferungen belief sich die Menge auf 3376 Tonnen (3099 t). Macht unterm Strich ein Restmüllaufkommen im Landkreis von 41 888 Tonnen (41 992 t) im vergangenen Jahr.

Pech für den Gebührenzahler: Seine Gebührenrechnung beeinflusst das Sinken der Müllmengen so gut wie gar nicht. Erst für dieses Jahr hat der Kreis die Gebühren angehoben. Beispielsweise wird für die Leerung des 80-Liter-Tonne (alle 14 Tage) jährlich 155,52 Euro fällig. „Ich hoffe, dass in den kommenden beiden Jahren die Gebühren stabil bleiben“, sagt Antje Präger, Leiterin der zuständigen Umweltbehörde beim Landkreis. Großer Faktor bei der Berechnung der Müllgebühren seien eben Personal- und Kraftstoffkosten. Die reinen Entsorgungskosten in der Müllverbrennungsanlage Magdeburg, wo der Gifhorner Restmüll verfeuert wird, seien vertraglich bis 2020 festgeschrieben, so Präger.

Käme der Landkreis an mehr Metallschrott, könnte er somit mehr Erlöse der Gebührenkalkulation gut schreiben. „Aber das meiste wird von Schrotthändlern abgefahren“, sagt Präger. Das Sammelsystem auf Anforderung sei weiter rückläufig. Zwar müssten die Schrottsammler ihr Gewerbe beim Landkreis anzeigen, aber Präger vermutet, dass etliche illegal im Kreis unterwegs seien. Das Geschäft ohne Anmeldung selbst die Hand zu nehmen, lohne nicht. Kosten für Sprit und Personal stünden in keinem Verhältnis zum Ertrag.

Dafür landen immer mehr alte Haushaltsgroßgeräte (außer Kühl- und Gefriergeräte) beim Kreis. Dort konnten die Mengen um 17.8 Prozent gesteigert werden. Insgesamt kamen knapp 210 Kilogramm zusammen.

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