Landkreis verschickt Ende Januar Abrechnung für 2018

Müllgebühren im Landkreis Gifhorn bleiben stabil

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Die Abfallgebühren bleiben weiterhin stabil.

Landkreis Gifhorn – Das erste Jahr mit dem neuen Abfallgebührensystem im Landkreis Gifhorn ist rum. Und die gute Nachricht lautet zunächst einmal: Die Gebühren werden bis auf Weiteres nicht steigen, bei der Biotonne wird es sogar etwas günstiger.

Außerdem haben die mit dem Chipsystem verbundenen Anreize zur Müllvermeidung offenbar gefruchtet: Laut Kreisverwaltung ist die Gesamtmenge des eingesammelten Mülls um etwa 5 Prozent zurückgegangen.

Die 55.000 an das System angeschlossenen Haushalte werden in etwa zwei bis drei Wochen ihre Abfallgebührenbescheide bekommen – der Landkreis will die Schreiben Ende Januar versenden.

In den Umschlägen wird zum einen die endgültige Abrechnung für 2018 stecken. Bisher hat jeder Haushalt quartalsweise einen Abschlag bezahlt, der die sogenannten Pflichtleerungen beinhaltet. In der Abrechnung sind nun auch die Zusatzleerungen enthalten – die Verbraucher müssen also das nachzahlen, was über die im gewählten Tarif enthaltenen Leerungen der Restmüll- oder Biotonne hinausgeht. Die erfolgten und per Chip registrierten Leerungen weist der Landkreis in der Abrechnung nach.

Außerdem werden in den Bescheiden die Gebühren für das Jahr 2019 festgesetzt, wiederum aufgeteilt in vier Quartalszahlungen. Weitere Informationen sind auf der Internetseite des Landkreises und in der aktuellen Abfallbroschüre zu finden.

Die Gebühren für den Restmüllbehälter haben sich von 2018 zu 2019 nicht verändert. Bei der Biotonne wird die Jahresgebühr reduziert, weil auch die Zahl der in der Gebühr enthaltenen Pflichtleerungen von 13 auf 12 Leerungen pro Jahr gesenkt wurde.

Landrat Dr. Andreas Ebel

„Wenn sich die Rahmenbedingungen bei der Müllabfuhr und Müllentsorgung nicht wesentlich ändern, werden wir die Abfallgebühren auch weiterhin stabil halten können“, blickt Landrat Dr. Andreas Ebel voraus. Antje Präger, die beim Landkreis den Fachbereich Umwelt leitet, sieht trotz der leicht geänderten Müllmenge keinen Grund, an den Gebühren pro Haushalt etwas zu ändern: „Im Moment gehen wir davon aus, dass sich das rechnet.“

Ebel betont, dass das ganze System der Abfallgebühren „nicht trivial“ sei, entsprechend habe man sich in der Kreisverwaltung bei der Erstellung der Bescheide „viel Mühe gegeben“, um die Abrechnungen transparent zu gestalten. Sollte der Bescheid dennoch zu Rückfragen führen, helfen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landkreises unter den Servicetelefonnummern, die auf dem Bescheid aufgeführt sind (05371 / 82-797, 82-798 und 82-799), oder unter den Mailadressen abfallwirtschaft@gifhorn.de und kundenservice.abfall@gifhorn.de weiter.

VON HOLGER BODEN

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