Feuchtes Laub kann Probleme machen

Wenn die Tonne zufriert: Müllabfuhr und Kreis Gifhorn geben Tipps für den Bio-Abfall

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Festgefrorener Müll wird von Remondis nicht gelöst. Durch den verbleibenden Müll in der Tonne entsteht kein Anspruch auf eine nachträgliche Abholung.

Landkreis Gifhorn – Noch hält sich der Frost im Landkreis Gifhorn in Grenzen. Aber sollte er kommen, kann es Probleme mit der Biotonne geben. Darauf weist Martin Otto, Sachbearbeiter im Fachbereich Umwelt des Landkreises hin.

Vor allem feuchtes oder nasses Laub kann Probleme machen. Denn bei Temperaturen unter null Grad kann es an den Tonnenwänden festfrieren und so verhindern, dass die Tonnen vollständig bei Abholung geleert werden. Das gilt auch für Obst oder Küchenabfälle, die in die Tonne gelangen. Unter Umständen kann der gesamte Inhalt zusammenfrieren oder der Deckel friert am Behälter fest, so dass er sich nicht öffnet. „Da nutzt es auch nicht, wenn die Tonne bei der Leerung drei Mal über Kopf gegen den Behälteranschlag gerüttelt wird“, sagt Otto.

Martin Otto, Fachbereich Umwelt.

Die Schuld bei einer dann nicht geleerten Tonne liege nicht bei Remondis. Und einen Anspruch darauf, dass die Tonne ein zweites Mal geleert wird, haben die Bürger nicht. All das ist somit ärgerlich vor allem für die Biotonnen-Besitzer. Damit alles reibungslos läuft, empfiehlt Otto, in die noch leere Tonne Zeitungspapier zu legen, das die Feuchtigkeit aufsaugen und ein Festfrieren verhindern kann. Zeitungspapier eignet sich auch dafür, dass der Deckel nicht an der Tonne festfriert. „An den Tonnenwänden festgefrorenes Laub kann man direkt vor der Abholung mit einem Spaten von den Wänden lösen“, führt Otto weiterhin aus. Denn vorgeschrieben ist es, dass der Bürger mithelfen muss, dass der Biotonnen-Inhalt schüttfähig bleibt. Dazu gehören auch die Kontrolle vor der Abholung und die eventuell zu treffenden Maßnahmen.

Was allerdings nichts in der Biotonne zu suchen hat, sind Abfalltüten aus Kunststoff oder biologisch abbaubare Beutel, betont Otto. Eine Alternative ist es, zusätzliche gebührenpflichtige Kompostsäcke zu kaufen, die man neben die Biotonne stellen kann.

Die Säcke fassen 90 Liter und kosten je zwei Euro. Verkauft werden sie unter anderem in den Samtgemeinden im Landkreis. Weitere Informationen gibt es bei Remondis unter (05371) 98870 oder bei der Abfallbewirtschaftung des Landkreises unter (05371) 82781 oder (05371) 82782.

VON BURKHARD OHSE

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