Für klimaeffiziente Landwirtschaft

Modellvorhaben für die Samtgemeinde Wesendorf in Gifhorn vorgestellt

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Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (r.) begrüßte rund 100 Gästen zu der Auftaktveranstaltung im Gifhorner Schloss. 

Gifhorn / Samtgemeinde Wesendorf – Im Rittersaal des Gifhorner Schlosses wurde am Montagvormittag das Modellvorhaben „KlimaAllianz Dorfentwicklung und Landwirtschaft“ vorgestellt.

Zu der Veranstaltung konnte Landrat Dr. Andreas Ebel auch Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast, die Bundestagsabgeordnete Ingrid Pahlmann, die Landtagsabgeordneten Philip Raulfs und Tobias Heilmann, den Landvolkvorsitzenden Joachim Zeidler und Geschäftsführer Klaus Dieter Böse, den stellvertretenden Landrat und Kreislandwirt Werner Warnecke sowie den im Modellvorhaben betroffenen Samtgemeindebürgermeister René Weber aus Wesendorf begrüßen.

Zu Beginn hatte Otte-Kinast die offizielle Eröffnung vorgenommen. Das Modelvorhaben wird fachlich vom Ministerium unterstützt und mit Landesmitteln in Höhe von 102 000 Euro gefördert. Der Landkreis Gifhorn hatte mit Jörg Burmeister als Projektträger zu dieser Auftaktveranstaltung eingeladen. Die Ministerin beglückwünschte den Projektträger sowie die beteiligten Partner, die Landwirtschaftskammer und die Dorfregionen Samtgemeinde Wesendorf, Holte-Lastrup und Leineweber-Sechseck. „Ich beobachte, dass die Landwirtschaft in Dorfentwicklungsprozessen immer weniger Thema in der öffentlichen Diskussion ist. Dabei bietet gerade dieser Bereich erhebliche Potentiale für die dörfliche Entwicklung. Das gilt auch für die Anpassung an den Klimawandel“, berichtet die Ministerin.

Innerhalb des Modellvorhabens soll untersucht werden, inwieweit mit der lokalen Landwirtschaft in Zusammenarbeit mit den übrigen Akteuren in der regionalen Dorfentwicklung Beiträge zur Verbesserung der Nachhaltigkeit, insbesondere der Klimabilanz der Dörfer, erarbeitet und umgesetzt werden können.

Die Teilnahme am Projekt ist freiwillig. Landwirte sollen innerhalb des Projektes Möglichkeiten eröffnet werden, ihre Bewirtschaftung noch nachhaltiger und klimaeffizienter zu gestalten und sich an die Folgen des Klimawandels anzupassen. Die Dorfregionen und Kommunen würden so ihre CO2-Gesamtbilanz verbessern und mit der lokalen Landwirtschaft für ihre Klimastrategien einen wichtigen Partner im ländlichen Raum gewinnen.

Es sollen auch neue Potentiale bei der energetischen Nutzung von Reststoffen genutzt werden. So fördere das Vorhaben auch die Kommunikation zwischen der Landbevölkerung, den Landwirten und den Kommunen. In jeder Dorfregion sollen kleinere Auftaktrunden auf ländlichen Betrieben erfolgen. Wie Landrat Ebel erklärte, stellen ländliche Regionen und Landwirtschaft unter anderem auch die Basis der Lebensmittel- und Energieversorgung und bieten viel Raum zur Entfaltung und Erholung. Schließlich würden auch die gesellschaftlichen Themen wie der Klimawandel auch vor dem ländlichen Raum nicht Halt machen. Dorfregionen und Landwirtschaft müssten sich den Herausforderungen stellen, wenn sie verantwortungsvoll und zukunftsfähig handeln wollen.

Prof. Dr. Henning Austmann hielt einen Vortrag.

Im anschließenden Vortrag zur Nachhaltigkeit in ländlichen Räumen referierte Prof. Dr. Henning Austmann von der Hochschule Hannover. Anschließend referierte Ansgar Lasar von der Landwirtschaftskammer Hannover über Landwirtschaft und Klimaschutz und Dipl.-Ing. Wolfgang Kleine-Limberg, Gesellschafter von Mensch und Region Hannover, stellte das Modellvorhaben vor.

VON SIEGFRIED GLASOW

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