Jagd ist Artenschutz

Mitgliederversammlung in Gifhorner Stadthalle: Landesjägerschaft und Landkreis arbeiten gut zusammen

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Rund 250 Mitglieder der Landesjägerschaft Niedersachsen kamen in der Gifhorner Stadthalle zur Mitgliederversammlung zusammen. Fotos: Glasow

Gifhorn – Die Mitgliederversammlung der Landesjägerschaft Niedersachsen e. V. (LJN) fand am Freitag in der Gifhorner Stadthalle statt.

Ministerin Barbara Otte-Kinast lobte die Förderungen des Landkreises und die Arbeit der Jägerschaft.

Rund 250 Mitglieder aus 66 Kreisjägerschaften nahmen an der Versammlung des 54.000 Mitglieder starken Verbandes teil, der durch den CDU-Landtagsabgeordneten Helmut Dammann-Tanke aus Ohrensen seit 2008 erfolgreich geführt wird. Seit einigen Jahren verzeichnet der Verband ständigen Zuwachs, besonders von jungen Nachwuchsjägern, die ihre Jagdscheinprüfung erfolgreich abgelegt haben. Unter den Gästen begrüßte der Präsident auch die niedersächsische Landwirtschafts-Ministerin Barbara Otte-Kinast, den Staatssekretär im Umweltministerium, Frank Doods, den Bürgermeister Matthias Nerlich und Landrat Dr. Andreas Ebel.

Nerlich ging für die Stadt als zuständige Behörde, aber auch als Verpächter auf die großen Waldgebiete ein, die für die Jagd zur Verfügung stünden. „Die Jagd und die Stadt Gifhorn stehen in guter Verbindung zueinander und das soll auch in Zukunft so bleiben“, so Nerlich.

Der Landrat, selbst Mitglied in der Kreisjägerschaft, stellte alle Fördermaßnahmen für die Jagd sowie den Naturschutz seitens des Landkreises vor und erntete Lob und Anerkennung von Otte-Kinast.

Sie betonte die Rolle der Landesjägerschaft als wichtigen und verlässlichen Partner in Sachen Jagd, Natur- und Artenschutz. Zugleich dankte sie den Jägern für die beherzte Bejagung von Schwarzwild und Nutria in den vergangenen Jahren und ihr Engagement im Bereich der Biodiversität in der Kulturlandschaft: „Die Jäger leisten einen wichtigen und wertvollen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt. Dazu gehört die Jagd, die vielen verschiedenen Maßnahmen zur Biotopverbesserung, zur Umweltbildung oder Wildunfallprävention und dazu gehört ihre Bereitschaft, dies alles und vieles mehr freiwillig und ehrenamtlich zu tun“.

LJN-Präsident Helmut Dammann-Tamke, versicherte der Ministerin die Landesjägerschaft werde hierin auch in Zukunft nicht nachlassen, äußerte aber auch seine Erwartungen an die Ressortchefin: „Die niedersächsischen Jäger erwarten dringend die angekündigte Überarbeitung der Jagd- und Schonzeiten aus dem Jahr 2014.“ Dies gelte auch und besonders bei den Gänsearten. „Spätestens im Herbst müssen hier wieder Regelungen gelten, die auf ideologisch motivierte Einschränkungen verzichten.“

Doods beteuerte trotz anderslautender Meldungen, das das Niedersächsische Umweltministerium mit der LJN trotz kleiner Diskrepanzen in Sachen Wolf eine gute Zusammenarbeit pflege. Mehr dazu demnächst im IK.

VON SIEGFRIED GLASOW

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