Gifhorns Amtsarzt rät zu gründlicher Handhygiene

Mehr Rota-Infektionen im Landkreis Gifhorn

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Handhygiene ist besonders wichtig, um die Gefahr einer Ansteckung zu reduzieren.

Landkreis Gifhorn – In Niedersachsen haben die Meldungen von Rotavirus-Infektionen an das Robert Koch-Institut stark zugenommen. Auch im Landkreis Gifhorn sind die Infektionszahlen gestiegen.

Bis 23. Juni wurden landesweit 2.964 Infektionen gezählt, wie die IKK classic mit Berufung auf die aktuelle Statistik des Bundesinstituts für Infektionskrankheiten berichtet. Das sind mehr als doppelt so viele wie im gesamten Jahr 2018 (1377). „Im Landkreis Gifhorn wurde die meldepflichtige Krankheit in diesem Jahr bisher bereits bei 66 Patienten diagnostiziert“, berichtet Markus Schrader, Regionalgeschäftsführer der IKK classic in Celle. „Im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres waren es nur 35.“ Im gesamten Jahr 2018 wurden im Landkreis Gifhorn 71 Infektionen gezählt.

„Aktuell sind uns gar keine Fälle von Rota-Infektionen im Landkreis gemeldet“, sagte Gifhorns Amtsarzt Josef Kraft auf IK-Anfrage. Auffällig findet er den Anstieg der Fallzahlen nicht. „Frühling und Sommer, das ist die Zeit für Rota-Viren.“ Im Herbst würden dann wieder verstärkt Noro-Viren grassieren.

Die Infektion mit dem Rota-Virus löse starken Brechdurchfall aus und sei aufgrund des Flüssigkeitsverlustes besonders für Kinder und ältere Mitbürger gefährlich. „Um eine Ansteckung zu vermeiden, sollte man besonders auf die Handhygiene achten und erkrankte Personen möglichst isolieren“, rät Kraft.

VON DENNIS KLÜTING

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